Prüfungslehrgang in Erlangen

Ursprünglich war der Lehrgang für das Wochenende 31. Januar/1.Februar geplant. Allerdings gab es in der Woche zuvor heftige Schneefälle in Erlangen. Aufgrund der enormen Schneelast auf dem Dach unserer Turnhalle wurde diese für den Sportbetrieb gesperrt. Glücklicherweise konnte kurzfristig ein Ersatztermin gefunden werden, an dem die Trainer und Prüfer Zeit hatten und auch die Halle zur Verfügung stand. Und ein Großteil der Teilnehmer hatte auch die Möglichkeit, sich für den Ersatztermin Zeit zu nehmen. Mit 26 Anmeldungen war der Lehrgang wieder ausgebucht.

An dem Lehrgang nahmen interessanterweise sehr viele Anwärter zum 5. und 4. Kyu teil, auch aus weiter entfernten Vereinen. So stellten wir 4 Makiwara auf, beschränkten uns auf 5 Mato.

Als Trainer waren wieder Ingrid Haußner, Andreas Naumann und Stefan Brendel im Einsatz. Unterstützung bekamen sie von den Trainer-Anwärtern Stephan und Mario. Gestartet wurde am Samstag mit einer Demonstration der Lehrenden. Schließlich sollte man als Trainer immer mit gutem Beispiel vorangehen. Anschließend zeigten die Teilnehmenden, auf welchem Stand sie aktuell sind.

Zielgruppenspezifisch wurden zwei unterschiedliche Vorträge vorbereitet. Für die Mato-Schützen gab es von Andreas ausführliche Informationen über den Themenkomplex „Kihontai“. Direkt im Anschluss wurde das Erlernte in unterschiedlichen Übungen in die Praxis umgesetzt. Ingrid informierte die Makiwara-Schützen über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Shamen und Shomen.

Der restliche Tag wurde intensiv genutzt. Vor dem Mato wurde ausschließlich im Taihai geübt. Wo notwendig, gab es Rückmeldung zur Schießtechnik und den Bewegungen in der Gruppe. Auch vor dem Makiwara wurde fleißig trainiert. Da haben sich alle die Pizza oder Pasta beim gemeinsamen Abendessen redlich verdient.

Um keine kostbare Trainingszeit für das Schreiben und Lesen der schriftlichen Prüfung der Anwärter zum 1. Kyu zu verlieren, wurden die Fragen vorab an die Kandidaten geschickt und die Antworten konnten von den Prüfern vor dem Lehrgang in Ruhe durchgeschaut werden. Dieses Vorgehen ist seit einigen Jahren bei den Dan-Prüfungen bewährte Praxis.

Der Sonntag begann würdevoll mit einem Yawatashi, präsentiert von Stefan (ite), Andreas (dai ichi kaizoe) und Ingrid (dai ni kaizoe). Nach einer Einheit zum Thema „Shitsu“ gab es noch eine Generalprobe, bevor dann die Prüfung startete.

Auch wenn dem ein oder anderen Schützen die Nervosität anzusehen war, sorgte die freundlich konstruktive Stimmung, die während des ganzen Wochenendes herrschte, für viele neue Graduierungen. So gab es 4x den 5. Kyu, 9x den 4. Kyu, 2x den 3. Kyu, 2x den 2. Kyu und 6x den 1. Kyu. Herzlichen Glückwunsch.

Die Gastgeber sorgten wieder für einen reibungslosen Ablauf und füllten das Buffet üppig mit herzhaften und süßen Speisen. Vielen Dank dafür.

Text: Stefan Brendel
Bilder: Stefan Brendel, Rüdiger Ahrenhöfer