Archiv der Kategorie: Wettkampf

27. Deutsche Enteki Meisterschaft , Düsseldorf, 8. / 9. 9. 2018

Als ich am Samstag gegen 13:30 Uhr auf das Enteki-Gelände in Düsseldorf, Aderdamm, kam, hatte gerade eine Windbö unser nun schon in die Jahre gekommenes Entekizelt so zerlegt, dass es zur Entsorgung restlos abgebaut werden musste. Zum Glück war der Wettergott gnädig und wir konnten uns auch ohne Zelt, allerdings bei starkem Seitenwind, wieder an die Enteki-Abläufe gewöhnen.

Aus Bayern waren Michael Perschke, Germaringen, Martin Lenz, Ingolstadt und Ulrich Grußendorf, München dabei.

Das Schöne an dem Training war, dass es offen für alle interessierten Kyudoka war, auch wenn sie am nächsten Tag nicht an der Meisterschaft teilnahmen. Hörte man die ersten beiden Stunden wenig von dem charakteristischem „Plopp“ eines Treffers, so waren dann am Ende des Tages überwiegend die Pfeile in der Scheibe.

Am Sonntag startete die Meisterschaft bei wieder überwiegend Sonne und diesmal sehr mäßigem Wind.

Johannes Maringer, zugleich auch Kampfrichter, eröffnete mit einem Yawatashi. 21 Teilnehmer schossen um die ersten Plätze. Es wurden 4 Runden a 4 Pfeile geschossen, und das Trefferniveau war hoch:

1. Platz an Thomas Stier, Berlin, 13 Treffer,

2. Platz an Martin Lenz, Ingolstadt, 12 Treffer (obwohl in der 2. Runde ihm eine Wespe zwei Stiche in den Nacken verpasste!!)

3. Platz an Rolf Zimmer, Berlin, mit 11 Treffern.

Unser Dank geht an den Kyudoverein Düsseldorf, der diese Meisterschaft organisiert und ausgerichtet hatte und von seiner Seite aus alles perfekt unter Kontrolle hatte.

Ulrich Grußendorf

Deutsche Meisterschaften 2018 in Karlsruhe

Dieses Jahr fanden die deutschen Kyudo-Meisterschaften in Karlsruhe statt. Als Schirmherr für den Wettkampf konnte der Bürgermeister Martin Lenz gewonnen werden, der bei der Eröffnung auch eine kurze Ansprache hielt.

Nach dem Yawatashi ging es mit den Sempaimeisterschaften los. Gerade mal 8 Schützen traten hier an. Mit 6 von 8 Treffern holte sich Hannelore Heid-Dauner aus NRW den Titel. Im Stechen um Platz 2 konnte sich Tobias Oswald aus Hessen gegen Shige Kameo aus NRW durchsetzen. Barbara Lemke, einzige bayerische Starterin, landete auf dem undankbaren 4. Platz.

Bei der Einzelmeisterschaft starteten Hannelore Manger, Martin Lenz, Michael Perschke und Stefan Brendel für Bayern. Zusammen mit 31 weiteren Startern zeigten sie in der Vorrunde den Wertungsrichtern ihr Können. Hier überzeugt Simon Grunert, der den Stilpreis nach Berlin holte. Aus Bayern konnte sich nur Stefan für die Endrunde qualifizieren. Hier kämpfte sich Stefan Runde für Runde ins Finale. Dort setzte er sich auch noch gegen Dirk Schaupp aus Baden-Württemberg durch und holte sich den Meistertitel. Platz drei ging an Michael Lehmann aus Hessen.

Der zweite Wettkampftag wurde durch Shigeyasu Kameo, Sven Zimmermann und Feliks Hoff mit einem Hitotsumato Sharei eröffnet. An der Mannschaftsmeisterschaft nahmen 9 Teams teil. Bereits zum 6. Mal in Folge holten sich die Hessen den Titel mit 23/36 Treffern. Die bayerische Mannschaft (Stefan Brendel, Martin Lenz, Oliver Pamperin, Barbara Lemke) holte sich wie im Vorjahr die Silbermedaille. Bronze ging an die Schützen aus Niedersachsen.

Abgeschlossen wurde das Wettkampfwochenende wieder mit der Kyu-Meisterschaft. Aus Bayern konnten nur 2 Kyudoka motiviert werden, nach Karlsruhe zu reisen (Mathias Witzmann und Mario Richter). Nach 10 Pfeilen stand der Sieger fest: Ragunath Vasudevan (8/10). Im Stechen um den 2. Platz (jeweils 6/10 Treffer) hatte Manfred Ludanov (Hessen) die Nase vorne. Platz 3 ging an Roland Forbeger (Baden-Württemberg). Der Stilpreis ging an Anna Rykov aus Hessen. Mario
landete auf dem 4. Platz und erhielt bei der Stil-Bewertung die sechsthöchste Punktzahl.

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner der Wettkämpfe. Ein dickes Dankeschön an alle Kampf- und Wertungsrichter, die für einen regelkonformen Ablauf der Meisterschaften sorgten. Das größte Lob gilt aber dem Ausrichter in Karlsruhe. Ein leckeres Buffet, viele helfende Hände und herzliche Gastfreundschaft sorgten für eine angenehme Atmosphäre. 1000 Dank für Eurer Engagement.

Stefan Brendel

Bilder: Ragunath Vasudevan, Stefan Brendel

Heki-Taikai in Frankfurt

Dieses Jahr fand das Heki Taikai bereits zum 10. Mal statt. Austragungsort des Wettkampfes war die Sportschule des Hessischen Landessportbundes in Frankfurt/Main.

Die 16 teilnehmenden Mannschaften kamen aus Ungarn, Österreich, Polen, Italien und Deutschland. Bayern war dieses Jahr nur mit einem Verein vetreten, dem Isar-Dojo München.

Mit 42 Treffern und einem Vorsprung von 9 Treffern sicherte sich das Team aus Frankfurt souverän den Titel. Mannschaftsmitglieder waren Tobias Oswald, Volker Kempf, Andreas Naumann und Ragunath Vasudevan. Herzlichen Glückwunsch. Auf Platz 2 landeten die Schützen vom PTSV Aachen, dicht gefolgt vom Kyudo-Dojo Berlin. Das Isar-Dojo kämpfte sich auf den 8. Platz.

Am zweiten Tag ging es dann mit der Einzelmeisterschaft weiter. Auch hier wurden wieder pro Schütze 20 Pfeile geschossen. Doch das reichte nicht aus, den Meister zu ermitteln. Stephan Weingessl vom Budo-Club Karlsruhe und Jodok Simma von Momiji Kai aus Wien hatten jeweils 16
Treffer. Erst in der 2. Izume Runde konnte sich Stephan durchsezten und den Titel holen. Platz drei ging an Friedgar Errenst aus Aachen. Florentin Hofmeister, der vom Isar-Dojo in die Einzelmeisterschaft entsandt wurde, landete auf dem 4. Platz.

Vielen Dank an Christiane Schöniger für die Wettkampfleitung und die vielen Frankfurter Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Stefan Brendel

Bilder: Ragunath Vasudevan

Dritte Kyudo Weltmeisterschaft in Tokyo

Am 24. und 25. April 2018 fand in Tokyo das 3rd World Kyudo Taikai statt. Die Weltmeisterschaft war aufgeteilt in zwei Einzelwettkämpfe und die Mannschaftsmeisterschaft. Eröffnet wurde der Wettkampf mit einem Yawatashi, das der Präsident der IKyF Hideya Nakano schoss.

Bei der Einzelmeisterschaft der Dan-Träger (bis einschließlich 5. Dan) gingen knapp 650 Schützen aus 34 Nationen an den Start. In der Vorrunde wurden von jedem Teilnehmer vier Pfeile auf das Mato geschossen. Wer mindestens 3x traf, qualifizierte sich für das Finale. Das gelang insgesamt 113 Teilnehmern, darunter folgende DKyuB-Schützen: Ivan Kossev (Stuttgart), Nico Hoherz (Hamburg), Ronny Ströhmann (Berlin), Yoko Oikawa (Frankfurt), Gisela Becker (Bonn), Stefan Brendel (Erlangen), Beate Dorst-Lehmann (Frankfurt) und Thomas Stier (Berlin).

Im Finale ging es dann mit Izume weiter: Pro Runde wird ein Pfeil geschossen. Wer trifft, kommt in die nächste Runde. Für Schützen ohne Treffer ist der Wettkampf beendet.
Ronny und Gisela konnten sich zusammen mit 23 weiteren Schützen bis in die dritte Finalrunde vorkämpfen. Dort wurden die Mato dann auf einen Durchmesser von 24 cm verkleinert. Das bedeutete dann auch für letzten beiden Deutschen das Aus. Eine Runde weiter schafften es Anna Alekseeva (Russland) und Krzysztof Haczek (Polen) als einzige verbleibende Nicht-Japaner.

Mit 6 Treffern in Folge holte sich der Japaner Masaaki Hasegawa den Titel. Um die Plätze zwei und drei gab es dann noch ein Stechen in der Enkin-Methode (Abstand zur Mato-Mitte), an dem drei Japaner beteiligt waren. Mit einem nahezu perfekt mittigen Treffer holte sich Kenji Ohiro die Silbermedaille. Der dritte Platz ging an Yutaka Aoki, der seinen letzten Pfeil nur knapp neben das Zentrum des Matos setzte.

Das Teilnehmerfeld der Shogo-Einzelmeisterschaft (ab Renshi 5. Dan) setzte sich aus knapp 240 Teilnehmern zusammen. Der Ablauf war identisch zum Wettkampf der Dan-Träger, allerdings regnete es während der Vorrunde durchgehend in Strömen. Fürs Finale qualifizierten sich hier 65 Schützen. Von den drei deutschen Shogo erreichte keiner die geforderte Trefferquote.

Als einzige Nichtjapaner erreichten Stéphane Louise (Frankreich), Dominique Inarra (Frankreich) und Tryggvi Sigurdsson (Island) das Finale. Alle drei schieden allerdings schon in der ersten Finalrunde aus. Mit sechs Treffern im Finale holte sich Katsuyoshi Takahashi den Titel.

Im Stechen um Platz zwei setzte sich Hideo Motohashi gegen Tubasa Yano durch.Zur ersten Vorrunde des Mannschaftswettkampfes konnte ein besonderer Gast begrüßt werden. Ihre Kaiserliche Hoheit Prinzessin Hisako besuchte den Wettkampf (sie ist Ehrenpräsidentin von ANKF und IKyF).

Für die Mannschaftsmeisterschaft wurden 18 Teams zugelassen. In zwei Vorrunden durften alle Schützen je 4 Pfeile schießen. Die acht besten Mannschaften qualifizierten sich fürs Finale: Japan, Taiwan, Italien, Litauen, U.K., Finnland, Rumänien (nach Stechen) und Frankreich (nach Stechen). Die deutsche Mannschaft hatte leider nicht genügend Treffer,
um auch im Finale mitschießen zu dürfen.

Das Finale wurde im Tournament-Modus ausgetragen. Im KO-System traten jeweils zwei Mannschaften gegeneinander an. Wer mehr Treffer hatte, zog in die nächste Runde ein.
Im ersten Viertelfinale setze sich Japan mit 10:9 Treffern knapp gegen Rumänien durch. Mit einem 6:4 gegen U.K. zog Litauen ins Halbfinale ein. Taiwan gewann gegen Frankreich klar mit 9:3. Spannend war es bei der Begegnung Italien gegen Finnland. Beide Teams
hatten 5 Treffer. Also ging es ins Stechen, bei der jedes Mannschaftsmitglied jeweils einen weiteren Pfeil schoss. Erst im vierten Stechen konnte sich Italien den Einzug in Halbfinale sichern.

In der ersten Halbfinalsbegegnung zeigten die Japaner, was sie drauf haben. Mit drei Kaichu (also ohne Fehlschuss) besiegten sie Litauen, bei denen nur 2 Pfeile das Ziel fanden. Das Duell Taiwan – Italien entschieden die Asiaten mit 5:3 für sich. Im kleinen Finale konnte sich Italien mit einem 5:3 Sieg gegen Litauen die Bronzemedaille sichern. Im Finale Japan gegen Taiwan holten sich die Gastgeber mit einem 10:4 klar den Titel. Herzlichen Glückwunsch!

Einen besonderen Höhepunkt hatten sich die Organisatoren für den ersten Wettkampftag einfallen lassen. Es gab eine Koshiya Kumiyumi Demonstration. Neun Schützen der Satsuma Hekiryu zeigten in voller Rüstung, wie früher auf den Schlachtfeld geschossen wurde. Sehr beeindruckend.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren von IKyF und ANKF, die es trotz der enormen Teilnehmerzahlen vorbildlich schafften, den Wettkampf vorzubereiten und durchzuführen.

Stefan Brendel

Bayerische Meisterschaften 2018

Eröffnet wurden die 32. bayerischen Meisterschaften mit einem Hitotsu-Mato-Sharei, dass Barbara Lemke als höchstgraduierte Teilnehmerin, Wolfgang Strobel als Trainer des gastgebenden Vereins Main-Dojo Würzburg und Stefan Brendel vorführten. Anschließend ging es für die 28 Teilnehmer in fünf Runden à vier Pfeile um die bayerischen Meistertitel.

In der Einzelwertung holte sich Stefan Brendel aus Erlangen mit 15 Treffern den Sieg. Platz zwei ging mit 13 Treffern an den Würzburger Oliver Pamperin. Wegen Punktgleichheit (12 Treffer) gab es noch ein Stechen um Platz 3 zwischen Mechthild Sonntag aus Pöcking und Barbara Lemke aus Erlangen. Mit einem zentralen Treffer konnte sich Barbara im Enkin hier klar gegen Mechthild durchsetzen, die das Mato verfehlte.

In der Mannschaftswertung gab es während des gesamten Wettkampfes ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. So hatten nach der vorletzten Runde die fünf besten Mannschaften gerade mal eine Differenz von 2 Treffern. Es sollte sich also in der letzten Runde entscheiden, wer den Wanderpokal mit nach Hause nehmen darf. Mit 9 Treffern setzte das Team Pöcking 1 (Martin Kawnik, Axel Bischoff, Mechthild Sonntag, Karl-Ludwig Schinner) ein klares Zeichen und holte sich mit 31 Treffern den Meistertitel. Mit 29 Treffern ging die Silbermedaille an Erlangen 2 (Michael Stocker, Fabian Schmitt, Barbara Lemke). Bronze holte sich Ingolstadt (Martin Lenz, Nadine Wolfsteiner, Achim Haßler, Horst Riechers) mit 28 Treffern.

Geleitet wurde der Wettkampf von Michael Perschke aus Germaringen, der von Ingrid Haußner aus Neuburg unterstützt wurde. Es war schön, neben zahlreichen erfahrenen Wettkämpfern auch einige Schützen begrüßen zu dürfen, die erstmalig bei einer bayerischen Meisterschaft teilnahmen.

Herzlichen Dank an Michael und Ingrid für die Wettkampfleitung. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die vielen Würzburger Helfer, die für optimale Rahmenbedingungen (sowohl im Dojo als auch am Buffet) sorgten.

Stefan Brendel

Kadertraining mit Sichtung in Karlsruhe

Das letzte Kadertraining des Jahres fand Anfang November in Karlsruhe statt. Traditionell nehmen daran nicht nur aktuelle Mitglieder des Kaders teil.  Das Seminar ist auch offen für interessierte Schützen, die sich den Kadertrainern Sven Zimmermann und Sorin Jurma vorstellen möchten.

Während eines kleinen Mannschaftswettkampfes konnten alle Teilnehmer ihr Können zeigen und wurden hierbei von Sven und Sorin genau beobachtet. Daraufhin bekam jeder Schütze ein paar Hinweise, wie er sein Schießen verbessern kann. In Kleingruppen wurde dann intensiv an der Umsetzung der Korrekturen gearbeitet.

Der zweite Lehrgangstag begann direkt mit einem Einzelwettkampf über 10 Pfeile. Anschließend stellte Sorin seine Trefferstatistik vor, die er über jeden Schützen führt. Hier fließen die gemeldeten Treffer aus dem normalen Training genau so ein, wie die Ergebnisse der Bundesliga, bei Landes- und deutschen Meisterschaften sowie die Leistung bei Kaderseminaren. Im Anschluss an die Fortsetzung der Gruppenarbeit, wurde bekannt geben, dass der Sichtungskandidat Martin Lenz aus Ingolstadt ab sofort festes Mitglied des Kaders ist. Herzlich willkommen im Team.

Die nächsten Kadertrainings dienen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die im April 2018 in Japan stattfinden wird. Die Mitglieder des Budoclub Karlsruhe haben im Dojo in der alten Reithalle wieder für optimale Rahmenbedingungen und leckere Verpflegung gesorgt. Vielen Dank dafür.

Stefan Brendel

Enteki-Meisterschaft 2017

Am 10. September 2017 fand in Berlin die 26. Deutsche Enteki-Meisterschaft statt. Bereits am Tag zuvor trafen sich dazu 25 Schützen aus den Landesverbänden, um sich etwas auf die 60-Meter-Distanz einzuüben; gut betreut von Rolf Zimmer und verwöhnt von den Berliner Helfern.

Sonntag morgen eröffnete Rolf Zimmer mit einem Yawatashi dann die Meisterschaft. Als Wettkampfrichterin fungierte Dagmar Baer. Aus Bayern starteten Michael Perschke, Ingrid Haussner und Martin Lenz. Da nur 3 Durchgänge zu je 4 Pfeilen geschossen wurden, war die allgemeine Trefferquote sehr dicht. Am Ende lagen 3 Schützen treffergleich vorne und es wurde sehr spannend: Manfred Ludanov aus Hessen, Bernd Prüfer-Kikuchi aus Niedersachsen und unser Martin Lenz aus Bayern.

Nach der ersten Runde Stechen schied Berndt Prüfer-Kikuchi aus. Martin und Manfred trafen beide. Die zweite Runde konnte dann Martin klar für sich entscheiden und so kommt der diesjährige Enteki-Meister wieder aus Bayern.

  1. Platz: Martin Lenz (Bayern)
  2. Platz Manfred Ludanov (Hessen)
  3. Platz Hans-Berndt Prüfer-Kikuchi (Niedersachsen)

Herzlichen Glückwunsch an den Sieger und vielen Dank an all die Teilnehmer und Helfer.

Ingrid Haussner

Europameisterschaft in Frankfurt

Nach den Ansprachen von Michael Perschke (Vize-Wettkampf DKyuB), Dr. Matthias Mehl (Stadtrat Frankfurt), einem Vertreter des Generalkonsulats von Japan in Frankfurt am Main sowie von Tryggvi Sigurdsson (Wettkampfleitung) wurde das 14. EKF-Taikai am 10. Juni mit einem Yawatashi von Tryggvi Sigurdsson eröffnet.

Zu dem Wettkampf reisten 22 Mannschaften mit insgesamt 74 Schützen aus 16 Nationen nach Frankfurt in die Sportschule des Landessportbundes Hessen. Der Teamwettkampf ging über 4 Runden à 4 Pfeile pro Schütze, in Summe also 48 Pfeile pro Mannschaft. Viele der Mannschaften lieferten ähnlich hohe Leistungen ab. So hatten nach drei Runden die 10 bestenTeams gerade mal einen Unterschied von 5 Treffern.

Nachdem die Mannschaften Deutschland 1 (Boris Proppe, Tobias Oswald, Michael Brettschneider, Simon Grunert) in der finalen Runde mit 9 Treffern nochmal richtig Gas gab, konnte sie sich mit 29 Treffern der Titel holen (zum 3. Mal in Folge). Mit 25 Treffern lagen die Mannschaften Russland 2, Rumänien, Schweiz 2, Frankreich 1 und Frankreich 2 punktgleich auf dem 2. Platz. Beste Voraussetzungen für ein spannendes Stechen. Die ersten Izume-Runde überstanden nur die beiden Teams aus Frankreich. Erst nach 3 weiteren Stechen hat das Team Frankreich 2 (Nicolas Ladron de Guevara, Pascal Olivereau, Christophe Rolewski) den 2. Platz erkämpft und Frankreich 1 (Vincent Payen, Jean-Benoît Birck, Patricia Stalder) auf den 3. Platz verdrängt.

Die 20 besten Einzelschützen qualifizieren sich für den Einzelwettkampf. Wer mindestens 9 Treffer hatte, war sicher dabei, darunter auch die Deutschen Boris Proppe, Tobias Oswald, Michael Brettschneider, Jenni Zimmer und Thomas Stier. 8 Schützen mit jeweils 8 Treffern mussten im Enkin um 2 verbleibende Startplätze fürs Einzel kämpfen. Hier konnte
sich auch noch Thomas Müller qualifizieren.

Nach dem Abendessen stand dann noch eine Stadtrundfahrt mit einer historischen Straßenbahn auf dem Programm. Versorgt mit „Äbbelwoi“, Bier und Knabbereien gibt es quer durch die Frankfurter Innenstadt. Von Andreas und Ragu gab es noch Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Katja und Barbara gaben schließlich noch musikalisches Kulturgut zum Besten. Zurück in der Sportschule gingen einige zeitig zu Bett, um Kräfte für
den Einzelwettkampf zu tanken, während andere die milde Sommernacht bei angeregten Gesprächen auf der Terrasse genossen. Der zweite Wettkampftag begann mit einem hitosumato sharei, das die Wettkampfrichter (Tryggvi Sigurdsson, Ray Dolphin, Feliks Hoff)
vorführten. In 5 Runden à 2 Pfeile ging es nun darum, den Einzelmeister zu ermitteln.

Mit neun Treffern setzte sich Jenni Zimmer klar an die Spitze und holte somit auch den Titel der Einzelmeisterschaft nach Deutschland. Wie in der Mannschaft musste auch im Einzel um die Plätze 2 und 3 gestochen werden. Jeweils 8 Treffer hatten Urs Schreiber (Schweiz), Anna Alekseeva (Russland), Bogdan Mytnik (Polen) und Jean-Benoît Birck (Frankreich). Hier konnte sich Bogdan (Platz 2) gegen Urs (Platz 3) durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Teilnehmer.

Keiner der Teilnehmer konnte jedoch das Kampfrichtergremium so richtig überzeugen. Deshalb wurde dieses Jahr keine Stilpreis vergeben.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die Mitglieder des Kyudojo Frankfurt, die für optimale Wettkampfbedingungen sorgten. Motivation, Weitblick, handwerkliches Geschick, Kreativität und ganze viele helfende Hände sorgten dafür, das EKF-Taikai für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Stellvertretend für alle Helfer seien hier Christiane Schöniger, Andreas Naumann, Carola Volkmann, Volker Kempf und Matthias Roy erwähnt. Auch Barbara Lemke und Johannes Maringer möchte ich hier nennen, die als Kampfrichter den ganzen Wettkampf über das Azuchi im Auge behielten.

Stefan Brendel

Offizielle Ergebnislisten:

Ergebnisse Mannschaftswettkampf

Ergebnisse Einzelwettkampf

Deutsche Meisterschaften in Hannover

Eröffnet wurden die diesjährigen deutschen Meisterschaften mit einem Yawatashi von Feliks Hoff. Unterstützt wurde er hierbei von Sven Zimmermann und Shigeyasu Kameo.

Direkt im Anschluss ging es dann mit den 31. Sempai-Meisterschaften los. Neun Schützen schossen je 8 Pfeile. Klaus Giebel (Schleswig Holstein) und Shige Kameo (NRW) waren Treffergleich auf dem 3. Platz. Im Enkin konnte sich Klaus durchsetzen und die Bronze-Medaille entgegennehmen. Auch um den ersten Platz musste gestochen werden. Dort hatte im rein hessischen Duell Tobias Oswald die Nase vorne und verwies Beate Dorst-Lehmann auf den zweiten Platz. Barbara Lemke, die einzige bayerische Starterin, schaffte es auf den 6. Platz.

Weiter ging es mit der 40. Deutschen Einzelmeisterschaft. 36 Schützen mussten sich erst einmal dem prüfenden Blick der Wertungsrichter stellen. Die meisten Punkte konnte Stefan Brendel sammeln, der den Stilpreis verliehen bekam. Somit ging dieser Preis zum dritten Mal in Folge nach Bayern. Aber auch alle anderen bayerischen Schützen (Ingrid Haußner, Nadine Wolfsteiner und Martin Lenz) schossen so gut, dass sie sich für die Endrunde qualifizierten. Nur Martin schaffte es ins Viertelfinale. Die anderen schieden in der ersten Runde des Tournaments aus.Gewonnen hat Friedgar Errenst (NRW). Platz zwei ging an Dominik Krist (Berlin). Dritter wurde Boris Proppe (Berlin).

Nach der Siegerehrung ergriff Feliks Hoff nochmal das Wort. Geehrt wurden die beiden Teilnehmerinnen, die auch schon bei der ersten deutschen Meisterschaft dabei waren: Connie Brandl-Hoff und Barbara Lemke.

Mit einem Hitotsu-Mato Sharei (Sven, Feliks, Shige) wurde der zweite Wettkampftag eröffnet. Zur 40. Mannschaftsmeisterschaft entsandten neun Landesverbände ihre Teams. Zum fünften Mal in Folge holten sich die Hessen (Musa Karaca, Beate Dorst-Lehmann, Michael Lehmann, Yoko Oikawa) mit 30 von 48 Treffern den Titel. Mit 25 Treffern ging Platz 2 an Bayern (Stefan Brendel, Nadine Wolfsteiner, Martin Lenz, Ingrid Haußner). Somit
ging zum ersten Mal nach 2011 wieder eine Mannschafts-Medaille nach Bayern. Den dritten Platz holten sich die Schützen aus der Pfalz (Arne Brachmann, T. Balogh, Michael Messler) mit 23 Treffern.

Abgerundet wurde das Wettkampfwochenende mit der 10. Meisterschaft für Kyu-Grade. Hier gingen 28 Schützen an den Start. Wegen Punkt- und Treffergleichheit wurde der Stilpreis gleich zweimal vergeben: an Shanna Soltan und Sebastian Hennig, beide aus Hamburg.

Auch im Wettkampf um den Meistertitel ging es spannend zu. So gab es sowohl um den ersten Platz als auch um den 3. Platz ein Stechen. Den dritten Platz holte sich Steffi Goldmann aus Berlin. Silber ging an Sebastian Hennig aus Hamburg. Gewonnen hat Jonas Reich aus NRW. Bester und leider auch einziger Teilnehmer aus Bayern war Mario Richter.

Zum Abschluss dankte Michael Perschke (Vize-Präsident Wettkampf des DKyuB) dem Ausrichter und den Kampfrichtern. Diesem Dank möchte ich mich anschließen. Stellvertretend für alle Helfer aus Hannover und den anderen niedersächsischen Vereinen seien hier Bettina Ocker und Karsten Blum erwähnt, die die Meisterschaft hervorragend organisierten und die Teilnehmer nicht nur kulinarisch bestens versorgten. Als Wettkampf-Koordinator hat auch Alexander Höfer wieder vorbildlich gearbeitet („linke und rechte Hand des DKyuB“, O-Ton Michael Perschke).

Letztendlich sei auch den Kampf- und Wertungsrichtern gedankt, die mit viel Ausdauer durch die Wettkämpfe führten.

Stefan Brendel

Heki-Taikai in Ungarn

Vom 27.4.-29.4. fand das „9th international Heki-Taikai“ erneut in Hajdúnánas, Ungarn statt. Diesmal waren fünf Länder mit insgesamt elf Mannschaften vertreten. Am Samstag wurde das Taikai mit Reden des japanischen Botschafters in Ungarn, des Bürgermeisters der Stadt Hajdúnánas, des Prof. Toshio Mori und des Veranstalters Tamas Olah, der auch das anschließende Yawatashi schoss, eröffnet.

Zunächst stand der Mannschaftswettbewerb auf dem Programm. Jede Mannschaft startet, wie in der Heki Ryû Insai Ha üblich, mit einem kraftvollen Kiai und angefeuert durch kräftigen, langen Applaus des Publikums. Auch die Treffer einer Mannschaft werden von ihren Unterstützern mit einem kräftigem „SHA“ bestätigt. So entwickelte sich auch diesmal ein lebendiger und mitreißender Wettkampf. Zum Schluss konnte sich das Team des Isar-
Dojo München e.V. vor den Teams aus Karlsruhe (2. Platz) und Budapest (3.Platz) als Gewinner durchsetzen. Der Tag klang abends mit einem fröhlichen und regen Austausch der europäischen Heki-Schützen aus.

Am folgenden Tag wurde das Taikai mit dem Einzelwettkampf fortgesetzt, aus dem René Knipprath (Hamburg) als Sieger hervor ging. Das Stechen um den zweiten Platz mit Uwe Kroyer (München) konnte Nadine Emmer (Dresden) für sich entscheiden. Der Preis für den besten Schützen aus dem Mannschaftswettbewerb, ging mit 15 Treffern an Michael Brettschneider aus Karlsruhe. Das Heki-Taikai wurde mit einer bewegenden Ansprache des Veranstalters und der Zeremonie der Siegermannschaft abgeschlossen. Wir blicken auf einen bereichernden und konzentrierten Wettkampf zurück. Auch im nächsten Jahr wird das internationale Heki-Taikai stattfinden. Der Veranstaltungsort wurde noch nicht abschließend festgelegt, und wird später bekannt gegeben.

Uwe Kroyer

Bild: Manfred Riemer