Archiv der Kategorie: Wettkampf

Deutsche Meisterschaften 2021 in Berlin

Nach einem Jahr Corona-Pause fanden dieses Jahr wieder deutsche Meisterschaften statt. Ausrichter war der Landesverband Berlin. Veranstaltungsort war die Sporthalle Arnouxstraße ganz im Norden von Berlin.

Nach der Begrüßung durch Petra Fietkau (Vertreterin des Kyudo Landesverbandes Berlin) und Manfred Riemer (Mitglieder des DKyuB Vorstands) schoss Shigeyasu Kameo eine Eröffnungszeremonie in Form eines Ein-Personen-Mochi-Mato-Sharei.

Die Wettkampfreihe wurde mit der Sempai-Meisterschaft (ab 5. Dan) eröffnet. Hier gingen acht Personen an den Start. Nur Michael Lehmann (Hessen) gelang es, sich mit 2/4 Treffern für die Endrunde zu qualifizieren und hatte somit den Meistertitel sicher. Anders als bei der letzten Meisterschaft wurden – warum auch immer – die Platzierungen 2 und 3 dieses Jahr nicht ausgeschossen.

Weiter ging es mit der Einzelmeisterschaft (1. – 4. Dan). 30 Teilnehmer hatten sich hierfür angemeldet. Zuerst wurden 2×2 Pfeile vor zwei Wertungsrichter-Gremien geschossen, die den Stil der Schützinnen und Schützen bewerteten. Der Stilpreis ging an Stefan Brendel. Die Vorjahressiegerin Nadine Wolfsteiner bekam die zweithöchste Bewertung. Anschließend wurden noch 2×4 Pfeile geschossen. Nach insgesamt 12 Pfeilen stand Christian Böhme aus Berlin mit 10 Treffern als deutscher Einzelmeister fest, dicht gefolgt von Holger Minx aus Hamburg (9Treffer). Um den dritten Platz gab es noch ein Stechen zwischen Volker Kempf (Hessen), Nadine Emmer (Sachsen) und Gisela Becker (NRW), die jeweils 8 Treffer hatten. Hier konnte sich Gisela durchsetzen. Die bayerischen Teilnehmer (Nadine Wolfsteiner, Martin Lenz, Horst Riechers, Andreas König und Stefan Brendel) konnten bei der Trefferwertung leider nicht vorne mitmischen.

Am Sonntag ging es dann mit der Mannschaftsmeisterschaft weiter. Acht Landesverbände schickten jeweils ein Team ins Rennen. Nachdem jeder Schütze 16 Pfeile geschossen hatte, stand der Sieger klar fest: Baden-Württemberg (Joachim Rothermund, Michael Rees, Bernhard Weller, Mohsen Pourazdan) holte sich mit 36 Treffern den Titel. Silber ging an Nordrhein-Westfalen (Gisela Becker, Christoph Bata, Darlene Maringer, Peter Fey) mit 32 Treffern. Bronze bekam Hamburg (Cordula Kühn, Holger Minx, Connie Brandl-Hoff) mit 28 Treffern. Das bayerische Team landete nach schlechter Gesamtleitung auf dem vorletzten Platz.

Abgeschlossen wurde das Wettkampfwochenende mit der Einzelmeisterschaft für Kyu-Grade. Auch hier ging es mit der Stilbewertung los (2 Pfeile in Prüfungsform vor einem 5-köpfigen Gremium). Die höchste Punktezahl bekam Erik Hamann aus Baden-Württemberg. Anschließend wurden weitere 8 Pfeile geschossen. Mit 7 Treffern gewann Kevin Ruhland aus Berlin. Fritz Klein und Erik Hamann, beide aus Baden-Württemberg, hatten jeweils 6 Treffer. Im Stechen konnte sich Fritz knapp durchsetzen. Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

Leider hatten weder bei der Sempai-Meisterschaft noch bei der Einzelmeisterschaft für Kyu-Grade bayerischen Schützen Interesse an einer Teilnahme.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Wertungs- und Kampfrichter, die (unterstützt durch 6 Anwärter für die Trainer CL Lizenz) ein waches Auge auf das ganze Geschehen geworfen haben. Ein ganz dickes Lob geht an die Organisatoren und Helfer aus Berlin. Von der hervorragenden Planung und Vorbereitung über den reibungslosen Aufbau, den herzlichen Empfang, die köstliche Verpflegung bis hin zu den unzähligen helfenden Hände während des Wettkampfes haben alle mit viel Herzblut und Engagement für ein unvergessliches Wochenende gesorgt. Vielen lieben Dank!

Stefan Brendel

30. Deutsche Enteki-Meisterschaft

Nach 2010 und 2021 in Kleinlangheim war Bayern dieses Jahr wieder Gastgeber der deutschen Enteki-Meisterschaften. Ausrichter war der Judo-Club Neuburg. Geschossen wurde auf dem Sportgelände der SpVgg Joshofen Bergheim, direkt an der Donau. Viele fleißige Helfer bauten das Zelt bereits am Freitag Abend auf. Sogar Tobias Gensberger, 1. Bürgermeister von Bergheim und Schirmherr der Veranstaltung, packte mit an. Zum freien Training am Samstag waren neben den Wettkampfteilnehmern auch einige Mitglieder aus bayerischen Vereinen gekommen.

Am Nachmittag startete dann das offizielle Programm. Nach Grußworten des DKyuB-Vorstands und des Schirmherrn und der Vorstellung der Kampfrichter Kathrin Häpp und Peter Wankerl schossen Ingrid Haußner, Stefan Brendel und Johannes Maringer die Eröffnungszeremonie.

Nach der ersten Runde der Mannschaftsmeisterschaft musste der Wettkampf unterbrochen werden, da ein Regenschauer über das Gelände zog. Auch nach der zweiten Runde forderte das Wetter eine Zwangspause. Die finalen drei Runden konnten dann ohne weitere Unterbrechungen durchgeführt werden.

Das Ergebnis der 2. Deutschen Enteki-Mannschaftsmeisterschaft:

  1. Platz: Bayern (Ingrid Haußner, Martin Lenz, Stefan Brendel, Andreas
    König) (33/60)
  2. Platz: Berlin (Boris Proppe, Christian Böhme, Thomas Stier, Erina Nishida) (32/60)
  3. Platz: NRW (Peter Fey, Josephine Hirschfeld, Johannes Maringer, Darlene Maringer) (23/60)

Somit gelang Bayern die Titelverteidigung.

Weiter ging es mit dem Shinju-Taikai/Perlen-Cup, einer Sonderveranstaltung zur Feier der 30. Deutschen Enteki-Meisterschaft. Hierbei schossen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Pfeil aufs Mato. Wer der Mitte an nächsten kommt, gewinnt. Auch hier mischten zwei bayerische Schützen vorne mit:

  1. Platz: Stefan Brendel (Bayern)
  2. Platz: Martin Lenz (Bayern)
  3. Platz: Arndt Helwig (Niedersachsen)

Die Siegerehrung fand bei strahlend blauem Himmel statt.

Am Sonntag ging es bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen mit der 30. Deutschen Enteki Einzelmeisterschaft weiter. Nach zwanzig Pfeilen stand fest, dass Christian Böhme aus Berlin neuer deutscher Meister ist. Um Platz 2 gab es noch ein Stechen. Hier konnte sich Martin aus Ingolstadt klar gegen Johannes aus Erkrath durchsetzen.

Die Ergebnisse im Detail:

  1. Platz: Christian Böhme (Berlin) (16/20)
  2. Platz: Martin Lenz (Bayern) (13/20) nach Stechen
  3. Platz: Johannes Maringer (NRW) (13/20) nach Stechen

Glückwunsch an alle erfolgreichen Teilnehmer der drei Wettkämpfe!
Ein herzliches Dankeschön geht an die Kampfrichter Kathrin und Peter,
die entspannt und unkompliziert durch den Wettkampf führten. Ein
besonderer Dank geht an Ingrid Haußner und ihr Helfer-Team, die für
hervorragende Rahmenbedingungen sorgten.

Bergheim ist ein optimaler Austragungsort. Ein großzügiger Sportplatz,
sehr ruhig und idyllisch an der Donau gelegen. Schlafsack-Übernachtungsmöglichkeit in der Dorfhalle, tagsüber Bewirtung durch die Sportgasstätte mit belegten Semmeln und kleinen warmen Gerichten, abends ein leckeres und abwechslungsreiches Buffet. Und für die Teilnehmer, die mit der Bahn anreisten, gab es einen Shuttle-Service
vom/zum Ingolstädter Hauptbahnhof. Wir freuen uns auf nächstes Jahr auf
die #Enteki2022.

Stefan Brendel

TV-Beitrag von TV Ingolstadt zur Enteki-Meisterschaft:

https://www.tvingolstadt.de/mediathek/video/studio-neuburg-vom-13-09-2021/

Europameisterschaft in Bourges/Frankreich

Am 1. und 2. Juli fanden im französischen Bourges die Europameisterschaften statt. Der Modus für die Einzelmeisterschaft war dieses Jahr etwas anders als üblich. So gab es für die Teilnahme keine Einschränkungen. Die Starter mussten nicht durch den nationalen Verband nominiert werden, sondern jeder, der Lust und Zeit hatte, konnte sich anmelden. Zwölf deutsche Kyudoka nutzten die Chance, Bayern war mit Ulrich Grußendorf (TSV München-Ost) und Stefan Brendel (TB 1888 Erlangen) vertreten. Insgesamt gingen 55 Wettkämpfer an den Start.

In der Vorrunde wurden 4 Pfeile geschossen. Ein Schütze mit 4 Treffern und fünf Schützen mit 3 Treffern zogen sicher ins Finale ein. Dann gab es noch 15 Teilnehmer mit 2 Treffern. Da ins Finale nur 20 Personen einziehen dürfen, gab es noch ein Stechen in der Enkin-Methode. Ulrich und Stefan qualifizierten sich neben vier weiteren Deutschen fürs Finale.

Dort ging es dann mit Izume weiter. Runde für Runde wurde das Teilnehmerfeld kleiner. Bei den letzten vier Schützen waren Ulrich und Stefan aber noch immer mit dabei. Blanka Tomaszewska aus Polen und Ulrich trafen erneut. Der Franzose Thierry Ulrich und Stefan verfehlten das Mato. Im Stechen um Platz drei konnte sich Stefan durchsetzen. Durch einen weiteren Treffer von Ulrich und einen Fehlschuss von Blanka
holte sich Ulrich verdient der Europameister-Titel. Herzlichen Glückwunsch! Tolle Leistung!

Am nächsten Tag ging es mit der Mannschaftsmeisterschaft weiter. 10 Nationen stellten je ein Team. Die deutsche Mannschaft setzte sich aus Tobias Oswald (Frankfurt), Manfred Riemer (Lübeck), Gisela Becker (Bonn), Ronny Ströhmann (Berlin) zusammen. Nach einem schwachen Start kämpfte sich das deutsche Team Runde für Runde weiter nach vorne und landete letztendlich mit 19/48 Treffern auf Platz 3. Der Titel geht nach
Polen mit 24/48 Treffern. Platz 2 erreichten die Titelverteidiger Frankreich mit 20/48 Treffern.

Ein herzliches Dankeschön an die Kampfrichter und Organisatoren vor Ort,
die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben.

Stefan Brendel

29. deutsche Enteki-Meisterschaft und Corona-Cup in Düsseldorf

Bereits zum dritten Mal in Folge fand die deutsche Enteki-Meisterschaft in Düsseldorf statt. Bei traumhaftem Wetter kamen wettkampfinteressierte Schützinnen und Schützen aus ganz Deutschland in die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt.

Schwerpunkt des ersten Tages war das Training. Für Enteki-Neulinge gab es eine Einführung von Shige Kameo und Sven Zimmermann, die bei Bedarf auch für Fortgeschrittene noch Hinweise zur Verbesserung der Schießtechnik gaben. Abgerundet wurde der Samstag mit dem Corona-Cup. Hierbei handelte es sich um einen Freundschafts-Mannschaftswettkampf, bei dem die Team-Zusammensetzung gelost wurde. Elf Teams gingen an den Start. Aufgeteilt in zwei Runden schoss jeder Teilnehmer 8 Pfeile. Ein Team (Dagmar N., Thomas S., Peter F.) setzte sich mit 9 Treffern klar an die Spitze, dicht gefolgt von Christoph W., Robert O., Thomas A., die 8
Pfeile ins Mato schossen. Um den dritten Platz gab es ein Stechen mit 4 Mannschaften, die jeweils 7 Treffer hatten. Hier setzte sich das Duo Manfred R. und Manfred L. durch (da sie nur zu zweit waren, durften siejeweils 12 statt nur 8 Pfeile schießen).

Am Sonntag fand dann die deutsche Enteki-Meisterschaft (Einzel) statt. Direkt nach dem Yawatashi, das Shige durchführte, begann der Wettkampf. Schon nach 2 der 5 Runden setzte sich eine Dreiergruppe von den restlichen 20 Teilnehmern ab. Diese konnten bis zum Wettkampfende auch nicht mehr eingeholt werden. Mit einem Kaichu in der letzten Runde schob sich Martin Lenz (Donau-Dojo Ingolstadt) am bisher Führenden (Thomas Stier, SG Bergmann-Borsig) vorbei und holte den Titel erneut nach Bayern. Abgerundet wurde der bayerische Erfolg mit einem dritten Platz für Ingrid Haußner (Judo Club Neuburg) und dem vierten Platz für Stefan Brendel (Turnerbund 1888 Erlangen). Hier das Ergebnis nochmal im Überblick:

  1. Platz: Martin Lenz, Bayern, 16/20 Treffer
  2. Platz: Thomas Stier, Berlin, 15/20 Treffer
  3. Platz: Ingrid Haußner, Bayern, 13/20 Treffer

Die Erfolge zeigen, dass sich das gemeinsame Enteki-Training in Bergheim bezahlt gemacht hat. Eines der Trainings wurde von TV Ingolstadt begleitet. Die Reportage ist hier zu finden (ca. ab Minute 5:20).

Vielen Dank an Shige und Sven für die Wettkampfleitung. Und ein ganz großes Lob geht an das Team rund um Darlene und Johannes Maringer vom Düsseldojo, die wieder für optimale Rahmenbedingungen gesorgt haben. Im kommenden Jahr werden die Enteki-Meisterschaften in Bergheim (bei Neuburg/Donau) stattfinden.

Stefan Brendel

1. Mini Mato Taikai 2020

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das dachten sich auch
die kreativen Köpfe des Kyudojo-Ruhr e.V. und erfanden das Mini Mato
Taikai. Für die Schützen aus Schwerte war es nicht ganz so neu, führen
sie doch jede Woche vereinsintern einen solchen Wettkampf durch. Jetzt
kamen sie aber auf die Idee, das Ganze mal vereinsübergreifend zu
veranstalten. Per E-Mail, facebook und Instagram verteilten sie die
Ausschreibung. Teilnehmer durfte jede und jeder, die/der momentan die
Möglichkeit hat, auf Kinteki-Distanz zu schießen.
Wie der Name des Wettkampfes schon vermuten lässt, wird nicht auf die
normale Mato-Größe geschossen. Der Durchmesser des Mato war nur 9,5 cm
groß. Alle gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen eine
Vorlage zugeschickt, aus der dann z.B. mit Hilfe einer Käse-Schachtel
ein Mini-Mato gebastelt werden konnte.
Im Wettkampf, der dezentral in den teilnehmenden Vereinen durchgeführt
wurde, durfte man nun 6 Pfeile auf das Mini-Mato schießen. Bilder von
Treffern wurden an den Veranstalter geschickt, der dann alle Ergebnisse
auswertete.
Insgesamt wurden von 63 Startern die Ergebnisse geliefert. Durch die
Teilnahme einiger Polen wurde es sogar ein internationaler Wettkampf.
Nora aus Erlangen traf gleich mit ihrem ersten Pfeil nur 10 mm neben den
roten Zielpunkt auf dem Mato. Einen geringeren Abstand schaffte niemand,
wodurch sich Nora den Titel sicherte. Die Plätze 2 und 4 holte sich
Martin aus Ingolstadt. Die Plätze 3, 7, 8 und 9 gingen ebenfalls an
bayerische Schützen (Werner aus Ingolstadt; Kay und Andreas aus Erlangen
und Mathias aus Neuburg).
Ein herzliches Dankeschön nach Schwerte für die tolle Idee und die
Organisation des Wettkampfes. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung.

Stefan Brendel

Einen weiteren Bericht mit Fotos hat auch das Kyuodojo-Ruhr veröffentlicht.

28. Deutsche Enteki Meisterschaft

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu 50 Jahren Kyudo in Deutschland fand die diesjährige Enteki-Meisterschaft in einem etwas anderem Rahmen statt. Das freie Training / Einschießen begann am Samstag schon etwas früher, da noch am gleichen Tag die Einzelmeisterschaft stattfand. Nach 10 Jahren wurde der Wettkampf auch mal wieder als „offene Meisterschaft“ ausgetragen. Es waren benachbarte Kyudo-Verbände nach Düsseldorf eingeladen. Dem Ruf folgten Schützen aus Großbritannien, Frankreich, Ungarn und den Niederlanden. Insgesamt gingen 32 Starter an die Shai, um ihre Pfeile in das 60m entfernte Ziel zu schießen.

Bzgl. Wetter war am Samstag alles geboten: spätsommerlich warmer Sonnenschein, kalter Wind, knapp vorbeiziehende Gewitter und Platzregen. Der starke Regen in der letzten von vier Runden, machte sich auch in deutlich sinkenden Trefferquoten bemerkbar. Eröffnet wurde der Wettkampf mit einem Yawatashi von Shige Kameo. Er war zusammen mit Sven Zimmermann
und Sorin Jurma als Kampfrichter im Einsatz. Unterstützt wurden sie von drei Trainer-CL-Anwärtern.

In der Einzelmeisterschaft stand nach 16 Pfeilen Stefan Brendel mit 11 Treffern als Sieger fest. Platz zwei ging an Anna Rykov aus Frankfurt mit 10 Treffern. Um den 3. Platz gab es noch ein Stechen zwischen Ingrid Haußner aus Neuburg und Dirk Mühlbrandt aus Göttingen, die jeweils 8 Treffer hatten. Beide trafen das Mato erneut. Da Dirks Pfeil aber näher am Zentrum war, holte er sich die Bronze-Medaille.

Am Abend gab es auf dem Vereinsgelände des Düsseldojo noch ein energiereiches Taiko-Konzert, bevor dann bei asiatischem Finger-Food der gemütliche Teil des Tages begann. Das Video von Barbaras Laudatio, die sie bei den deutschen Meisterschaften in Hannover hielt, wurde noch mal gezeigt und unseren ausländischen Gästen ins Englische übersetzt.

Am Sonntag wurden wir wieder mit Dauerregen auf dem Gelände am Aderdamm begrüßt. Rechtzeitig zum Wettkampfbeginn hörte es auf zu regnen und es blieb den restlichen Tag trocken. Erstmalig in der Geschichte des DKyuB gab es eine deutsche Enteki-Mannschaftsmeisterschaft. Elf Teams gingen an den Start. Gleichzeitig fand noch ein „Golden
Mato“-Individualwettkampf statt. Hierfür wurde die innerste weiße Fläche des O-Matos „vergoldet“. Hier gewann Martin Lenz aus Ingolstadt mit zwei Treffern ins Gold. Jeweils einen Pfeil trafen Shige Kameo aus Waldniel, Arndt Hellwig aus Hasbergen und Ulrich Grußendorf aus München. Im Gold-Enkin gewann Arndt vor Shige und Ulrich.

In der Mannschaftsmeisterschaft schoss jeder Schütze zwölf Pfeile, jedes Team also 36. Mit einer grandiosen letzten Runde holte sich die bayerische Mannschaft (Ingrid Haußner, Martin Lenz, Stefan Brendel) mit 19 Treffern den Titel. Um Platz 2 gab es dann ein Stechen zwischen dem Team aus Hamburg (Holger Minx, Thomas Arndt, Connie Brandl-Hoff) und einem Mixed Team (Dirk Mühlbrandt, Angie Cheng, Arndt Hellwig), die jeweils 13 Treffer hatten. Mit zwei weiteren Treffern konnte sich die Hamburger Mannschaft hier den 2. Platz holen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Kampfrichter, die auch bei strömendem Regen für einen reibungslosen Ablauf des Wettkampfs sorgten. Dickes Lob auch an die vielen Helfer rund um Jonas Lang, Johannes und Darlene Maringer, die für hervorragend Rahmenbedingungen sorgten.

Stefan Brendel

Deutsche Kyudo-Meisterschaften in Hannover

Im Jubiläumsjahr fanden die deutschen Kyudo-Meisterschaften in Hannover statt. Den Anfang machten die Sempai (ab 5. Dan). Der neue Modus sah vor, dass jeder der zwölf Teilnehmer 2×2 Pfeile schoss. Schützen mit einer Trefferquote von mindestens 50% qualifizierten sich für die
Endrunde. Das schafften gerade mal zwei Kyudoka. In der Endrunde ging es dann im Izume weiter. Shige aus NRW holte sich mit zwei weiteren Treffern den Titel während Reinhard, ebenfalls aus NRW, mit einem Treffer und einem Fehlschuss den zweiten Platz erreichte. Alle anderen zehn Sempai hatten jeweils einen Treffer und stachen im Enkin um den Platz drei. Als Barbara die innere weiße Fläche des Matos traf, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Aber Michael aus Hessen lenkte seinen Pfeil ins Zentrum des Mato und holte sich somit die
Bronzemedaille.

Weiter ging es mit der Einzelmeisterschaft (1. bis 4. Dan). 33 Kyudoka mussten auch hier erstmal 2×2 Pfeile schießen, um sich mit mind. zwei Treffern fürs Finale zu qualifizieren. Bei diesen vier Schüssen wurde auch der Stil bewertet. Erstmalig gab es gemäß aktueller Wettkampfordnung pro Treffer zusätzlich zwei Punkte für die Stilwertung. Den Stilpreis holte sich mit deutlichem Vorsprung Nadine aus Ingolstadt. Mit kaichu (4/4 Treffern) qualifizierte sie sich auch klar fürs Finale. Ebenfalls kam Martin weiter. Stefan konnte sich nicht qualifizieren. Insgesamt schafften es 16 Teilnehmer, die 50% Quote zu erreichen. Nach der ersten Izume-Runde war das Teilnehmerfeld schon deutlich kleiner. Vier Schützen trafen in der ersten Runde, darunter leider keine bayerischen Starter.

Mit zwei weiteren Treffern holte sich Simon aus Berlin den Titel. Die übrigen Schützen machten im Enkin die Plätze untereinander aus. Platz 2 ging an Steffi aus Hamburg, den dritten Platz erreichte Larissa aus Berlin.

Zum Ende des Tages gab es von Barbara anlässlich des Jubiläums (50 Jahre Kyudo in Deutschland) eine Laudatio. Sie blickte auf 50 Jahre Kyudo in Deutschland zurück. Von der anfänglichen Pionierarbeit, über die Weiterentwicklung und Vernetzung der Kyudoka in Deutschland und Europa bis hin zu einem Ausblick in die Zukunft ließ sie die vergangenen 50
Kyudo-Jahre Revue passieren.

Während der erste Wettkampftag mit einem Yawatashi von Feliks, unterstützt von Shige und Sven als Kaizoe, eröffnet wurde, zeigten die selben Schützen am zweiten Tag ein Hitotsu Mato Sharei.

Es folgten die Mannschaftswettkämpfe. Neun Teams gingen an den Start. Leider lief es in der bayerischen Mannschaft gar nicht gut. Auch die Einwechslung des Ersatzschützen brachte nicht die erhoffte Wende. So fuhr Bayern nach den beiden Silbermedaillen der vergangenen Jahre dieses Jahr ohne Mannschaftserfolg nach Hause.

Mit einer grandiosen Endrunde (11/12 Treffern) schoben sich die Gastgeber aus Niedersachsen mit insgesamt 32/48 Treffern auf den 1. Platz. Vize-Meister wurde die Mannschaft aus Hamburg. Um den 3. Platz gab es ein Stechen zwischen Hessen und Baden-Württemberg. Hier konnte
sich das Team aus Stuttgart gegen den Seriengewinner aus Hessen durchsetzen.

Abschluss des Wettkampfwochenendes war die Kyu-Meisterschaft. Die 25 Teilnehmer mussten erst einmal in der Stil-Runde zeigen, was sie können. Die 16 Schützen mit der höchsten Bewertung qualifizierten sich für das Finale. Das schaffte Christoph aus Erlangen mit der zehnthöchsten Bewertung. Leider hatte er im Tournament keine weiteren Treffer, so dass der Wettkampf in der ersten KO-Runde für ihn beendet war. Florentin schaffte es knapp nicht, sich fürs Finale zu qualifizieren. Der Meistertitel ging an Michael aus Schleswig-Holstein. Vize-Meister wurde Uwe aus Baden-Württemberg. Platz drei holte sich Jochen aus Schleswig-Holstein.

Da zwei Schützen punktgleich an der Spitze der Stilbewertung lagen, wurde dieses Jahr der Stilpreis 2x vergeben und zwar an Fritz aus Baden-Württemberg und Franziska aus Berlin.

Allen Platzierten herzlichen Glückwunsch!

Ein dickes Dankeschön an alle Kampf- und Wertungsrichter, die gewissenhaft und ausdauern durch die Wettkämpfe führten. Schließlich geht noch ein herzlicher Dank an Bettina und Karsten und ihr Team aus Hannover, die wieder für optimale Rahmenbedingungen sorgten, sowohl in der Halle, also auch am Buffet.

Stefan Brendel

Kadertraining in Berlin

Drei Wochen vor der Europameisterschaft traf sich der DKyuB Kader zum finalen Training in Berlin. Zwei Mannschaften inkl. Ersatzschützen dürfen Deutschland beim 15. EKF-Takai im italienischen Cornaredo in der Nähe von Mailand vertreten. Für das Training im Berliner Süd-Verein stellten die beiden Kader-Trainer Sorin und Sven einen bunten Blumenstrauß an Übungen zusammen. Neben individuellen Technikkorrekturen, an denen dann in Partnerübungen gearbeitet werden konnte, gab es auch Hinweise zum Kihontai. Die mentale
Wettkampfvorbereitung stand ebenso auf dem Programm, wie der Umgang mit Schießpausen, die bei großen Turnieren zwangsläufig entstehen. Weitere Themenschwepunkte waren das Dozukuri und die Atmung. Aber auch das Schießen in unterschiedlichen Konstellationen der beiden Mannschaften kam nicht zu kurz.

Wir wünschen den beiden Teams viel Erfolg in Italien, tolle Erlebnisse und einen spannenden Wettkampf.

Stefan Brendel

11. Heki-Taikai in Frankfurt

Am 4. und 5. Mai fand in Frankfurt am Main das 11. Heki-Taikai mit 22 Mannschaften aus Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Ungarn und Deutschland statt. Zur Eröffnung verlas die Generalkonsulin Japans in Frankfurt, Frau Kawahara, persönliche Grußworte. Mori Sensei, der leider nicht anwesend sein konnte, übermittelte schriftlich seine Grüße an die Teilnehmer. Es folgte Yawatashi von Andreas Naumann, der auch als Kampfrichter des Wettkampfes fungierte.

Am Samstag fand der Mannschaftswettkampf mit 22 Mannschaften mit insgesamt 79 Schützen statt. Für mich als erstmaligen Teilnehmer am Heki-Taikai war es schon eine neue Erfahrung:Es gab reichlich Applaus, an die Honza ging es mit Kiai nach vorn und Treffer wurden mit einem „sha“ lautstark zur Kenntnis genommen. Im Stechen um den ersten Platz wurde es spannend, beim Schießen um den Siegerplatz erreichten Aachen und Stuttgart (mit je 37 Treffern) mit den ersten 2 Pfeilen Gleichstand, erst in der zweiten Runde erfolgte eine Entscheidung für Aachen – denkbar knapp: Ein Treffer knapp außerhalb des Matoringes und einer direkt innerhalb gaben den Ausschlag. Ähnlich knapp endete das Stechen um den 3. Platz zwischen Frankfurt und Momji Kai Wien mit je 36 Treffern. Die Mannschaften vom Maindojo Würzburg und Isar-Dojo München belegten den 9. bzw. 12. Platz.

Am Samstag folgten die Einzelmeisterschaften mit 22 Teilnehmer jeder Mannschaft. Den Sieg errang Malte Negendank aus Aachen mit beachtlichen 17 Treffern. Mit 2 Teilnehmern mit 16 Treffern – Peter Stampach (Wien) und Krzysztof Haczec (Warschau) gab es auch hier ein Stechen um den 2. Platz.Mit den ersten beiden Pfeilen im Izume erzielten beide Schützen mit den ersten
Pfeilen Gleichstand, so dass beim dritten Pfeil im Enkin die Entfernung zur Zielmitte entscheiden musste. Den zweiten Platz erreichte Krzysztof Haczec aus Warschau mit einem Treffer in die Matomitte. Die beiden bayerischen Schützen konnten bei starker Konkurrenz leider keine hohen Platzierungen erreichen.

Abschluss der Veranstaltung war ein Heki-Taihai der Siegermannschaft und die Siegerehrung. Die Siegermannschaft konnte neben den Preisen den Pokal in Form eines Ebira mit mehreren Pfeilen der vergangenen Wettkämpfe mit nach Hause nehmen – bis zum nächsten Jahr wird – wie traditionell -ein neuer Pfeil den Köcher zieren.

Wir vom Maindojo Würzburg danken Andreas Naumann und allen Helfern von Frankfurter Verein für den harmonischenWettkampf und die perfekte Organisation. Die konzentrierte, gleichzeitige aber auch ungezwungene Atmosphäre war sehr wohltuend. Nächstes Jahr wir das Heki-Taikai noch einmal in Frankfurt stattfinden, um dann wieder in ein anderes Land zu wechseln.

Andreas König / Maindojo Würzburg

Bayerische Meisterschaften 2019

Bereits zum 33. Mal fanden dieses Jahr die bayerische Meisterschaften statt. Gastgeber war mal wieder die Kyudo-Abteilung des Turnerbundes 1888 Erlangen. Trotz Beginn der Osterferien und einiger Paralleltermine machten sich 29 Kyudoka auf den Weg nach Mittelfranken.

Nach der Begrüßung durch den KyuVB-Präsidenten ging die Wettkampfleitung noch auf ein paar Punkte des Ablaufs ein. Als Wettkampfleitung/Kampfrichter konnten wieder unsere Landestrainer Kathrin und Peter gewonnen werden, die gewohnt souverän und konzentriert durch den Wettkampf führten.

Zur Einstimmung zeigten Barbara und Stefan ein hitosu mato sharei.

In der Mannschaftswertung lagen die Schützen vom Isar-Dojo München (Jan Langhans, Florentin Hofmeister und Uwe Kroyer) von Anfang an in Führung. Durch eine großartige letzte Runde mit 10 von 12 Treffern holten sie sich mit deutlichem Vorsprung den Titel (33/60).

Auf dem zweiten Platz landete die Mannschaft 2 vom Donau-Dojo Ingolstadt (Nadine Wolfsteiner, Thomas Kerscher, Achim Hassler) (26/60).

Um die Bronze-Medaille gab es noch ein spannendes Stechen zwischen dem Vorjahressieger Pöcking und dem Gastgeber Erlangen (beide Teams hatten 24 Treffer). Erst in der zweiten izume-Runde konnte sich Pöcking (Martin Kawnik, Axel Bischoff, Mechthild Sonntag, Frank Engler) durchsetzen.

Im Einzel holte sich Florentin Hofmeister (Isar-Dojo München) mit 13 Treffern den Sieg, dicht gefolgt von Stefan Brendel (Erlangen) mit 12 Treffern.

Jan, Nadine und Hans lagen punktgleich mit 11 Treffern auf dem 3. Platz. Mit einem weiteren Treffer holte sich Nadine Wolfsteiner (Donau-Dojo Ingolstadt) den verbliebenen Platz auf dem Siegertreppchen.

Dank zahlloser Helfer, die in unterschiedlichen Rollen im Wettkampf unterstützten, gelang wieder ein reibungsloser Ablauf der Meisterschaft. Für die angenehme Atmosphäre sorgte auch das reich gefüllte Buffet. Herzlichen Dank an alle Helfer, die Kampfrichter und auch die
Teilnehmer, die gemeinsam dafür sorgten, dass die Meisterschaft wieder eine gelungene Veranstaltung war.

Stefan Brendel