Deutsche Meisterschaften 2022 in Berlin

Zum 2. Mal in Folge wurden die deutschen Kinteki-Meisterschaften in Berlin ausgetragen. Im Stadtteil Französisch Buchholz im Norden der Metropole kamen Kyudo-Schützen aus ganz Deutschland zusammen, um sich im Wettkampf zu messen.

Bei der Begrüßung am Samstag war auch Christine Kieburg-Bauer vom Judo Verband Berlin anwesend. Dagmar und Thomas Baer wurden für ihr langjähriges Engagement mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Eröffnet wurde der Wettkampf mit einem Yawatashi (Ite: Feliks Hoff, Daiichi Kaizoe: Shige Kameo, Daini Kaizoe: Sorin Jurma). Los ging es mit der 35. Sempai-Meisterschaft. Unter den 10 Teilnehmern waren leider keine Starter aus Bayern. Nach 10 Pfeilen stand Shigeyasu Kameo (NRW) mit 8/10 Treffern als Sieger fest. Tobias Oswald (Hessen) holte sich mit 7 Treffern den 2. Platz. Um die Bronzemedaille gab es noch ein Stechen zwischen Connie Brandl-Hoff (Hamburg) und Manfred Riemer (Schleswig-Holstein), die jeweils 6 Treffer hatten. Manfred konnte sich hier klar durchsetzen.

Bei Außentemperaturen über 30°C heizte sich auch die Halle entsprechend auf. So wurde die Einzelmeisterschaft zur Hitzeschlacht. Die 32 Starter zeigten zunächst vor einem 5-köpfigen Wertungsrichter-Gremium ihr Können. Hier konnte Minh Anh Dang (Berlin) überzeugen und holte sich souverän den Stilpreis.

Bayern war mit Nadine Wolfsteiner, Martin Lenz, Horst Riechers, Ulrich Grußendorf und Stefan Brendel vertreten. In Summe wurden 10 Pfeile geschossen. Bei der Trefferwertung holte sich Holger Minx (Hamburg) den Titel mit 9 Treffern. Um die Ränge 2 und 3 gab es ein Stechen zwischen Malte Negendank und Konstantin Kerner (beide aus NRW). Mit einem klaren Treffer überzeugte Konstantin und holte sich somit die Silbermedaille. Zwar gab es für die bayerischen Starter keine Titel, jedoch wurde eine hervorragende Leistung gezeigt. Horst und Martin teilten sich den 4. Platz, Nadine und Stefan landeten auf Rang 6. Bei der Stilbewertung bekam Stefan die zweithöchste Bewertung, Martin schaffte es auf Rang 5. Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Besuch des Griechen gleich um die Ecke ausklingen.

Am Sonntag ging es mit der 44. deutschen Mannschaftsmeisterschaft weiter. Acht Landesverbände schickten je ein Team an den Start. Etwas überrascht waren die Teilnehmer über die Ankündigung, dass nur 12 Pfeile geschossen werden. Laut Ausschreibung waren je nach Teilnehmerzahl bis zu 20 Pfeile angekündigt worden. Somit ging der finale Wettkampf relativ flott über die Bühne.

Mit einer konstant hohen Trefferquote holte sich die Mannschaft aus Hamburg mit deutlichem Vorsprung den Titel (27/36). Nach einem schwachen Start steigerte sich das Team aus Sachsen Runde für Runde und landete schließlich mit 24 Treffern auf dem 2. Platz. Den dritten Platz erreichten die Schützen aus Nordrhein-Westfalen (19/36). Mit nur einem Treffer weniger landete das Team Bayern auf dem 4. Platz.

Ein Dank gilt allen Kampf- und Wertungsrichtern, die bei der Hitze beharrlich den korrekten Ablauf der Meisterschaften koordinierten. Aus Bayern waren Ingrid Haußner, Wolfgang Strobel, Ulrich Grußendorf und Stefan Brendel im Einsatz.

Schließlich möchte ich noch ein herzliches Dankeschön nach Berlin schicken. Eine sehr gute Vorbereitung zusammen mit vielen fleißigen Helfern führten zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Ihr habt das hervorragend gemacht! Danke auch an Caro Schaupp, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Wettkampfs immer den Überblick behielt und eine kompetente Ansprechpartnerin war.

Stefan Brendel

Prüfungslehrgang in Neuburg/Donau

Am 21./22. Mai 2022 fand in Neuburg an der Donau wieder ein Landeslehrgang mit Prüfung bis einschließlich 1. Kyu statt. Als Lehrer und Prüfer waren Lilo Reinhardt aus München, Ingrid Haußner aus Neuburg sowie Dirk Schaupp aus Karlsruhe im Einsatz. Unterstützt wurde das Trio durch Marcus Kleint aus Freiburg und Wolfgang Strobel aus Würzburg, die
als Prüfungs-Beisitzer dabei waren und sich während des gesamten Lehrgangs tatkräftig mit einbrachten.

Neben Teilnehmern aus den bayerischen Vereinen (München-Ost, Erlangen, Würzburg, Schweitenkirchen, Ingolstadt, Weilheim und Pöcking) haben sich auch Schützen aus Freiburg, Karlsruhe, Schwerte und Dresden auf den Weg nach Neuburg gemacht. Insgesamt knapp 30 Teilnehmer.

Nach dem Vorschießen wurde in Kleingruppen intensiv an den individuellen Korrekturen gearbeitet. Je nach Entwicklungsstand des einzelnen Schützen gab es passende Hinweis zur Verbesserung der Schießtechnik oder des Taihais. Der erste Tag wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen. Für die Hallenschläfer gab es noch eine nächtliche Trainingseinheit.

Der Prüfungstag wurde stilvoll mit einem Yawatashi eröffnet (Ite: Lilo Reinhardt, Kaizoe: Ingrid Haußner und Stefan Brendel). Nach einer Einheit zum Thema Shitsu nutzten die Teilnehmer noch die Gelegenheit, sich mit ein paar Schüssen auf die Prüfung einzustimmen. Die Prüfung selbst lief dann in ruhiger aber konzentrierter Atmosphäre
ohne größere Zwischenfälle ab. Nach einem ausführlichen Austausch der Prüfer und Beisitzer wurde schließlich das Ergebnis bekannt gegeben. Fast alle Teilnehmer durften mit einer neuen Graduierung nach Hause fahren. Herzlichen Glückwunsch.

Abschließend durften die neuen 4. Kyu unter Anleitung erstmalig auf 28m schießen. Auch die anderen Teilnehmer bekamen noch weitere Hinweise für ihr Schießen.

Ein dickes Lob allen Trainern, die für ein abwechslungs- und lehrreiches Wochenende sorgten. Und ein herzliches Dankeschön an Ingrid und ihre Helfer aus Neuburg, die für optimale Rahmenbedingungen sorgten.

Stefan Brendel

34. Bayerische Meisterschaften in München

Nachdem der Wettkampf in den vergangenen beiden Jahren abgesagt werden musste, fanden am 10. April 2022 die 34. bayerischen Meisterschaften statt. Hierzu kamen in der neuen Turnhalle des TSV München-Ost 27 Teilnehmer aus 7 bayerischen Vereinen zusammen.

Nach dem Einschießen wurde die Veranstaltung mit einem Yawatashi von Lilo Reinhardt (unterstützt von Ingrid Haußner und Stefan Brendel) stilvoll eröffnet. Anschließend ging es in 5 Runden mit je 4 Pfeilen darum, den Einzel- und Mannschaftmeister zu ermitteln.

Den Titel der Mannschaftswertung holte sich das Team vom Donau-Dojo Ingolstadt (Nadine Wolfsteiner, Werner Lechner, Horst Riechers, Martin Lenz). Die Silber-Medaille ging nach Erlangen (Stefan Brendel, Kristin Schäfer, Hans Philipp, Mario Richter). Knapp dahinter landeten die Schützen aus Germaringen (Maic und Susanne Fuhrmann, Wolfgang von Woyna).

Die Einzelmeisterschaft gewann Stefan Huber vom gastgebenden Verein. Platz zwei erreichte Maic Fuhrmann aus Germaringen. Um die Bronze-Medaille gab es noch ein Stechen mit 6 Teilnehmern. Im Enkin konnte sich Stefan Brendel aus Erlangen durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Kyudoka.

Nach der langen Pause genossen es alle Teilnehmer, endlich mal wieder mit alten und neuen Kyudo-Freunden ein paar Pfeile gemeinsam zu schießen. Die Ausrichter aus München sorgten für angenehme Rahmenbedingen. Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, die mit viel Herzblut und Liebe zum Detail im Vorfeld und während der Veranstaltung für einen gelungenen Wettkampf sorgten. Großer Dank gilt auch den Kampfrichtern Kathrin Häpp und Peter Wankerl, die in gewohnt souveräner Art und Weise durch den Wettkampf führten.

Stefan Brendel (Bilder: Rudolf Stöppler, Stefan Brendel)

Kleiner Prüfungslehrgang in Erlangen

Im Rahmen des Sonntagstrainings in Erlangen fand ein Landeslehrgang mit Prüfung zum 4. und 5. Kyu statt. Hierzu hatten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Weilheim, München-Ost, Schweitenkirchen, Neuburg und Erlangen angemeldet. Nach einem Vorschießen und kleinen Individuellen Korrekturen nahm Ingrid Haußner die Prüfungen ab. Sie wurde von Stefan Brendel als Beisitzer unterstütz. Alle Prüflinge haben bestanden. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Freude auf dem Weg des Bogens. Vielen Dank an Ingrid für die Leitung des Lehrgangs und die Durchführung des Prüfung.

Stefan Brendel

Prüfungslehrgang in Erlangen

Neue Trainer C Leistungssport

Bereits 2019 begann eine Trainer/in C Leistungssport Ausbildung. Sieben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten an einem der Ausbildungswochenenden nicht teilnehmen. Durch die Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie haben sich die Durchführung des Nachholtermins und insbesondere der praktischen Prüfung, die im Rahmen einer deutschen Meisterschaft stattfinden soll, stark verzögert. Bei der DM  in Berlin konnte nun der praktische Teil und vergangene Woche online der mündliche Teil der Prüfung absolviert werden. Alle Teilnehmer haben die Prüfung bestanden. Somit haben wir in Bayern 3 neue Trainer CL: Wolfgang Strobel, der bereits vergangenes Jahr die Lizenz erhielt, Ulrich Grußendorf und Stefan Brendel. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg bei den neuen Aufgaben!

Dank geht auch an Sorin Jurma und Sven Zimmermann, die im Rahmen der Ausbildung den TrC-Anwärterinnen und -Anwärtern die Aufgaben eines Kadertrainers und Kampfrichters näher gebracht haben.

Stefan Brendel

Neue Trainer CL nach der Prüfung

DKyuB Mitgliederversammlung 2021 in Frankfurt/Main

Auch die Mitgliederversammlung des DKyuB fand nach einem Jahr Pause wieder in der Sportschule in Frankfurt statt. Auf der Tagesordnung standen die Berichte des Vorstands, der Mitglieder und Organe des Verbandes. Auch Wahlen standen auf dem Programm. Da alle Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtszeit zur Verfügung standen und es auch keine weiteren Kandidaten gab, kann der bisherige Vorstand seine Aufgaben für weitere zwei Jahre fortsetzen. Der Vorstand setzt sich nach wie vor aus folgenden Personen zusammen: Darlene Maringer (Schatzmeisterin), Nadine Emmer und Jan-Oliver Wurl (Öffentlichkeitsarbeit), Manfred Riemer (Wettkampf) und Stefan Brendel (Aus- und Fortbildung). Seit einigen Jahren war eine Stelle im Rechtsausschuss nicht besetzt. Hierfür konnte Elke Hambrecht aus Würzburg gewonnen werden.

Auch über die Anträge wurde ausführlich diskutiert. So wird jetzt die Kampfrichterordnung aufgelöst, die Voraussetzung für die Renshi-Prüfung etwas vereinfacht und die Mitglieder der Vorstands bekommen die Ehrenamtspauschale.

Schließlich wurden auch die geplanten Veranstaltungen für 2022 besprochen. Soweit es die Pandemie zulässt, wartet ein abwechslungsreiches Jahr auf uns. Für einige Termine wird noch ein Ausrichter gesucht. Schaut mal auf die DKyuB Homepage. Vielleicht können wir ja den ein oder anderen Lehrgang nach Bayern holen.

Stefan Brendel

KyuVB Mitgliederversammlung 2021 in Ingolstadt

Nachdem sie 2020 ausgefallen ist (bzw. nur im schriftlichen Umlaufverfahren stattfand), kam dieses Jahr die Mitgliederversammlung des KyuVB wieder in einer Präsenzveranstaltung zusammen. Bis auf einen Verein waren alle anwesend, um zusammen mit dem Präsidium, den Landestrainern und der Geschäftsstelle auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Außerdem wurden die Themen, über die bei der DKyuB-Mitgliederversammlung eine Woche später abgestimmt werden soll, diskutiert.

Die Terminplanung für kommendes Jahr stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Auch der informelle Austausch kam nicht zu kurz, hatten sich viele der anwesenden Personen doch schon 2 Jahre nicht mehr persönlich gesehen.

Abschließend hat Stefan Brendel darauf hingewiesen, dass er nach Ablauf der aktuellen Amtszeit in einem Jahr nicht zur Wiederwahl für ein Amt im KyuVB-Präsidium zur Verfügung steht. Er hat aufgerufen, schon frühzeitig bei der Suche nach einer Neubesetzung mitzuhelfen, damit in einem Jahr der Übergang möglichst reibungslos geschehen kann.

Stefan Brendel

Deutsche Meisterschaften 2021 in Berlin

Nach einem Jahr Corona-Pause fanden dieses Jahr wieder deutsche Meisterschaften statt. Ausrichter war der Landesverband Berlin. Veranstaltungsort war die Sporthalle Arnouxstraße ganz im Norden von Berlin.

Nach der Begrüßung durch Petra Fietkau (Vertreterin des Kyudo Landesverbandes Berlin) und Manfred Riemer (Mitglieder des DKyuB Vorstands) schoss Shigeyasu Kameo eine Eröffnungszeremonie in Form eines Ein-Personen-Mochi-Mato-Sharei.

Die Wettkampfreihe wurde mit der Sempai-Meisterschaft (ab 5. Dan) eröffnet. Hier gingen acht Personen an den Start. Nur Michael Lehmann (Hessen) gelang es, sich mit 2/4 Treffern für die Endrunde zu qualifizieren und hatte somit den Meistertitel sicher. Anders als bei der letzten Meisterschaft wurden – warum auch immer – die Platzierungen 2 und 3 dieses Jahr nicht ausgeschossen.

Weiter ging es mit der Einzelmeisterschaft (1. – 4. Dan). 30 Teilnehmer hatten sich hierfür angemeldet. Zuerst wurden 2×2 Pfeile vor zwei Wertungsrichter-Gremien geschossen, die den Stil der Schützinnen und Schützen bewerteten. Der Stilpreis ging an Stefan Brendel. Die Vorjahressiegerin Nadine Wolfsteiner bekam die zweithöchste Bewertung. Anschließend wurden noch 2×4 Pfeile geschossen. Nach insgesamt 12 Pfeilen stand Christian Böhme aus Berlin mit 10 Treffern als deutscher Einzelmeister fest, dicht gefolgt von Holger Minx aus Hamburg (9Treffer). Um den dritten Platz gab es noch ein Stechen zwischen Volker Kempf (Hessen), Nadine Emmer (Sachsen) und Gisela Becker (NRW), die jeweils 8 Treffer hatten. Hier konnte sich Gisela durchsetzen. Die bayerischen Teilnehmer (Nadine Wolfsteiner, Martin Lenz, Horst Riechers, Andreas König und Stefan Brendel) konnten bei der Trefferwertung leider nicht vorne mitmischen.

Am Sonntag ging es dann mit der Mannschaftsmeisterschaft weiter. Acht Landesverbände schickten jeweils ein Team ins Rennen. Nachdem jeder Schütze 16 Pfeile geschossen hatte, stand der Sieger klar fest: Baden-Württemberg (Joachim Rothermund, Michael Rees, Bernhard Weller, Mohsen Pourazdan) holte sich mit 36 Treffern den Titel. Silber ging an Nordrhein-Westfalen (Gisela Becker, Christoph Bata, Darlene Maringer, Peter Fey) mit 32 Treffern. Bronze bekam Hamburg (Cordula Kühn, Holger Minx, Connie Brandl-Hoff) mit 28 Treffern. Das bayerische Team landete nach schlechter Gesamtleitung auf dem vorletzten Platz.

Abgeschlossen wurde das Wettkampfwochenende mit der Einzelmeisterschaft für Kyu-Grade. Auch hier ging es mit der Stilbewertung los (2 Pfeile in Prüfungsform vor einem 5-köpfigen Gremium). Die höchste Punktezahl bekam Erik Hamann aus Baden-Württemberg. Anschließend wurden weitere 8 Pfeile geschossen. Mit 7 Treffern gewann Kevin Ruhland aus Berlin. Fritz Klein und Erik Hamann, beide aus Baden-Württemberg, hatten jeweils 6 Treffer. Im Stechen konnte sich Fritz knapp durchsetzen. Allen erfolgreichen Teilnehmern herzlichen Glückwunsch!

Leider hatten weder bei der Sempai-Meisterschaft noch bei der Einzelmeisterschaft für Kyu-Grade bayerischen Schützen Interesse an einer Teilnahme.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Wertungs- und Kampfrichter, die (unterstützt durch 6 Anwärter für die Trainer CL Lizenz) ein waches Auge auf das ganze Geschehen geworfen haben. Ein ganz dickes Lob geht an die Organisatoren und Helfer aus Berlin. Von der hervorragenden Planung und Vorbereitung über den reibungslosen Aufbau, den herzlichen Empfang, die köstliche Verpflegung bis hin zu den unzähligen helfenden Hände während des Wettkampfes haben alle mit viel Herzblut und Engagement für ein unvergessliches Wochenende gesorgt. Vielen lieben Dank!

Stefan Brendel

Verbandstag des Bayerischen Judo-Verband e.V.

Am 2. Oktober 2021 fand in München Großhadern der 33. Verbandstag des Bayerischen Judo-Verband e.V. statt. Nach einigen Grußworten (u.a. Video-Botschaft vom bayerischen Sportminister Joachim Herrmann und der Münchner Sportbürgermeisterin Verena Dietl, persönlich: BLSV-Präsident Jörg Ammon, 1. Vorsitzender von Team Sport Bayern Dr. Alfons Hölzl, DJB-Präsident Daniel Keller) und Ehrungen (z.B. Ehrenmitgliedschaft für Paul Barth, Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1972) standen zwei große Themen auf der Tagesordnung: Eine umfangreiche
Satzungsänderung und Neuwahlen.

Die Neufassung der Satzung wurde Absatz für Absatz von BJV-Präsident Raphael Boezio vorgestellt, diskutiert und schließlich mit kleineren Korrekturen und Anpassungen angenommen. Eine für den KyuVB interessante Änderung: Wir als Sektion Kyudo haben jetzt auch ein Stimmrecht beim Verbandstag.

Bei den anschließenden Wahlen konnten mit Ausnahme des Ressorts Öffentlichkeitsarbeit alle Stellen besetzt werden. Das neue Präsidium setzt sich wie folgt zusammen:

  • Präsident: Klaus Richter
  • Vize-Präsident Breitensport: Wolfgang Fanderl
  • Vize-Präsidentin Leistungssport: Elli Grünewald
  • Schatzmeisterin: Margit Dippold
  • Geschäftsführer: Florian Ellmann
  • Jugendvertreter: Jochen Heruth


Herzlichen Glückwunsch allen Funktionären zur Neu- oder Wiederwahl. Für die kommende Amtszeit alles Gute. Veranstaltungsort war die Judo-Halle des TSV München-Großhadern. Äußerst professionell wurde die Veranstaltung durch den Geschäftsführer Florian Ellmann vorbereitet und Corona-konform durchgeführt.

Stefan Brendel

Video Shinsa

Sehr kurzfristig und überraschend kam Ende Juli aus Japan die Information, dass es die Möglichkeit gibt, mittels Video an einer Prüfung zum 1. oder 2. Dan teilzunehmen. Aus Bayern nutzten 22 Schützen aus 6 Vereinen die Gelegenheit und meldeten sich für die
außergewöhnliche Prüfung an. Während in Japan zu Zeiten der Corona-Pandemie Prüfungen live mittels Video-Übertragung stattfanden, war es bei der Video-Shinsa in Deutschland (und allen anderen nicht-japanischen Kyudo-Nationen) möglich, ein Video im eigenen Verein aufzuzeichnen. Dieses wird dann zusammen mit den Antworten auf die schriftliche Prüfung und dem Trefferprotokoll über den DKyuB nach Japan
übertragen.

Die Meinungen bzgl. dieser Prüfungsmöglichkeit gehen stark auseinander. Einerseits fehlt die Prüfungsatmosphäre, das begleitende Seminar, der internationale Charakter und die Chance, andere Kyudo-Begeisterte kennenzulernen und wiederzusehen. Anderseits ist es eine gute Möglichkeit, überhaupt mal wieder eine Prüfung zu machen; und das Ganze auch mit einem minimalen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Prüfungen in der Vergangenheit fanden beispielsweise in Paris/Frankreich,
Amsterdam/Niederlande oder Poznan/Polen statt.

Alle erforderlichen Daten wurden fristgerecht eingereicht (deutschlandweit haben 115 Personen an der Video-Shinsa teilgenommen) und nach Japan übermittelt. Dort werden die Videos und Antwortbögen gesichtet und bewertet. Mal schauen, was für Rückmeldungen von der ANKF kommen.

An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Prüfung möglich gemacht haben: Kameraleute, Daten-Konvertierer und -Übermittler, Übersetzer, …

Ich bin gespannt, ob es diese Art der Prüfungsteilnahme auch in Zukunft geben wird.

Stefan Brendel