Vom 14.-16. April 2026 hat das Shogo-Seminar in Frankfurt stattgefunden. Vier hochgraduierte japanische Senseis (Fr. Akemi Satake, Hanshi 8. Dan, Shosen Sato, Hanshi 8. Dan, Fr. Kimiko Ito, Kyoshi 8. Dan und Masunari Osumi, Kyoshi 8. Dan), begleitet von Meister Hiroshi Okazaki, Hanshi 9. Dan, haben das Seminar mit 27 europäischen Kyudo-Ka vom Renshi 5. Dan bis Kyoshi 7. Dan geleitet.
Am ersten Tag haben alle Teilnehmer im Shinsa-Maai ihr aktuelles Können gezeigt. Das Niveau war sehr hoch. Jedoch hat uns Okazaki-Sensei ein paar wichtige Anmerkungen und Hinweise gegeben. Seine Kernaussagen waren in etwa: Schießt nicht Mato-orientiert, sondern achtet auf euren Körper, besonders auf das Tatesen und Yokosen, und versucht im Abschuss dem Energiefluss des Körpers zu folgen. D.h. der Energie-Fluss des Körpers ist nicht geradlinig, sondern meandert. Somit versucht, den Energie-Fluss im Hanare nicht zu „schieben“, sondern weiterfließen zu lassen… Eine Aufgabe, die uns alle betrifft.
Am zweiten Tag haben wir Mochi-Mato und Hitotsu-Mato-Sharei geübt. Eine wichtige Aussage für uns Frauen war, dass man Tasukisabaki grundsätzlich vor dem Dojo bindet und nicht innerhalb. Eine Ausnahme ist das Yawatashi, bei dem das Tasukisabaki im Sharei integriert ist. Hierzu gab es noch die Information, dass beim Rissha-Yawatashi die Ärmel sowohl an der Honza, wie auch an der Shai hochgebunden werden können. Der Standard ist allerdings an der Honza.
Am dritten Tag gab es technische Korrekturen und die Möglichkeit diese im freien Schießen umzusetzen.
Die Lehrer waren alle sehr zugewandt, freundlich und hatten Humor! Schön, dass ich sie erleben durfte.
Zusammenfassend war es für mich ein sehr schönes und erfolgreiches Seminar, bei dem ich wieder viel gelernt habe und mich mit den anderen europäischen Kyudo-Ka austauschen konnte.
Ein großes Dankeschön möchte ich den Organisatoren und HelferInnen sagen, die eine hervorragende Arbeit geleistet haben.
Lilo Reinhardt
