Archiv der Kategorie: Lehrgänge

Dan-Urkunden Video-Shinsa 2024

Bis die Dan-Urkunden nach bestandener Prüfung in Japan erstellt und nach Europa geschickt werden, können schon mal ein paar Monate vergehen. Und bis die Urkunden dann in den Vereinen bei den jeweiligen neu Graduierten ankommen, vergeht dann nochmal etwas Zeit. Jetzt sind aber alle Urkunden der Video-Shinsa 2024 verteilt. Nochmal herzlichen Glückwunsch.

Stefan Brendel

Video-Shinsa 2025

Nachdem für dieses Jahr Seminare und Prüfungen auch für Anwärter zum 1. und 2. Dan in Magglingen angeboten wurden, gingen wir davon aus, dass die Video-Shinsa der Vergangenheit angehört.  Völlig überraschend erreichte uns dann aber Anfang Juni die Ausschreibung für die Video-Shinsa 2025. Diese Gelegenheit nutzten wieder einige bayerische Kyudoka, um einen weiteren Schritt auf ihrem Weg des Bogens zu gehen. Im September wurden die Videos in den Vereinen aufgezeichnet und zusammen mit den Antworten zur schriftlichen Prüfung über den DKyuB nach Japan übermittelt. Dort wurde alles gesichtet. Nun kamen die Ergebnisse: Alle Teilnehmer haben bestanden. Wir gratulieren herzlich zu den neuen Graduierungen:

1. Dan:

Maria Kick, Erlangen
Susanne Richter, Erlangen
Max Griesmann, Pöcking
Wolfgang Schenk, Pöcking
Wolf Jaenecke, München-Ost
José Daniel Vila Rodríguez, München-Ost

2. Dan:

Fabian Schmitt, Erlangen
Roland Schöffel, Schweitenkirchen

Text: Stefan Brendel
Bilder: Stefan Brendel/Rudolf Stöppler

Prüfungssonntag in Erlangen

Die Abteilung Kyudo des Turnerbundes 1888 Erlangen lud am 2. Advent im Rahmen des normalen Sonntagstrainings zur Makiwara-Prüfung ein. Sechs Schützen aus Schweitenkirchen und Erlangen nutzen die Gelegenheit und stellten sich der Prüfung. Als Prüfer war Stefan Brendel aus Erlangen im Einsatz.
Alle Kandidaten haben bestanden. Somit gibt es jetzt 4 neue 5. Kyu und 2 neue 4. Kyu. Herzlichen Glückwunsch.

Stefan Brendel

Ausbildung Trainer C in Erlangen

Vergangenes Wochenende war die Trainer/in-C-Breitensport-(Kyudo)-Ausbildung zu Gast in Erlangen. Mit dem fünften Praxisseminar ist damit bereits die Halbzeit der Ausbildung erreicht. Alle 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Süd/West-Gruppe konnten den Termin wahrnehmen. Als Ausbilder waren die A- und B-Trainer Sven Zimmermann, Ingrid Haußner, Jürgen Salomon und Marco Zingsheim im Einsatz, die erneut ein vielfältiges Programm zusammengestellt hatten.

Schwerpunkt des Wochenendes war der Übergang vom 4. auf den 3. Kyu. Zunächst wurden Kriterien gesammelt, die diese beiden Graduierungen voneinander unterscheiden. Anschließend folgte ein Vortrag von Ingrid, in dem sie insbesondere auf die Arbeit im nobiai, Dynamik sowie tai no warikomi/munewari einging. Nach einer von zwei Teilnehmenden geleiteten Aufwärmrunde begann der praktische Teil.

Die Probanden aus Erlangen schossen vor und wurden von den Traineranwärterinnen und -anwärtern aufmerksam beobachtet. In Kleingruppen wurde im Anschluss festgelegt, welcher Korrekturschwerpunkt gewählt und wie dieser vermittelt werden sollte. Unter Supervision der A- und B-Trainer wurden diese Ansätze direkt an den Probanden umgesetzt. Durch regelmäßiges Wechseln der Gruppen erhielten die Schützinnen und Schützen im Laufe des Nachmittags eine Vielzahl an hilfreichen Hinweisen.

Erstmals in der aktuellen Ausbildung standen auch Shomen-Schützen als Probanden zur Verfügung. Das stellte den ein oder anderen Trainer vor ganz neue Herausforderungen.

Zum Abschluss des Tages gab es ein hitote. Die tachi bestanden aus Probanden und Teilnehmenden. Anschließend hatten die Traineranwärter die Gelegenheit, sich gegenseitig Feedback zu ihrer Schießtechnik zu geben. Beim gemeinsamen Abendessen im Vereinsheim des Turnerbundes klang der Samstag in gemütlicher Runde aus.

Der zweite Tag begann mit dem Thema Kyudo-Kleidung. Gemeinsam wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Kleidung von Männern und Frauen herausgearbeitet, gefolgt von einer Demonstration zum korrekten Anlegen des hakama. Nach einer kurzen Gymnastikeinheit ging es mit taihai weiter. In 5er-tachi wurde vorgeschossen, während die Traineranwärter gezielte Beobachtungsaufträge erhielten. Im Anschluss gab es Hinweise zu den Bewegungen außerhalb der hassetsu.

 Im abschließenden Vortrag standen mato asobi (Zielspiele) im Mittelpunkt, von denen eines direkt ausprobiert werden konnte.

Das Wochenende bot eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis. Dabei wurde deutlich, dass noch vieles zu lernen und zu üben ist – nicht nur für die Traineranwärter.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Lehrenden, die mit viel Erfahrung und Engagement die nächste Trainergeneration ausbilden. Besonderer Dank geht an die Probanden, die geduldig eine Korrektur nach der anderen annahmen und mit ihren Rückfragen gelegentlich sogar die Trainer ins Grübeln brachten. Ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer beim Auf- und Abbau sowie insbesondere in der Küche wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen. Vielen Dank.

 Wir freuen uns darauf, Euch beim Praxisseminar Nr. 10 in einem Jahr wieder in Erlangen begrüßen zu dürfen.

Stefan Brendel

Shomen Bundeslehrgang in Ingolstadt

Der diesjährige shomen-Bundeslehrgang fand am 12./13. Oktober in Ingolstadt statt. Als Lehrer waren erstmalig Shigeyasu Kameo (Kyoshi 6. Dan) und Marco Zingsheim (5. Dan) gemeinsam im Einsatz. Einiges lief bei dieser Veranstaltung anders ab als üblich. So gab es statt eines yawatashi die Möglichkeit, sich mit 4 Pfeilen einzuschießen. Und beim hitoe gyosha starteten die Ältesten.

An beiden Tagen gab es eine bunte Mischung aus Impulsvorträgen, praktischen Übungen, sharei-Training, Frage-und-Antwort Runden sowie individuellen Korrekturen.

Bei den Vorträgen ging es vor allem um Neuigkeiten und Schwerpunkte, die dieses Jahr bei den IKyF-Seminaren in Magglingen vermittelt wurden. Eines der Themen war das tenouchi. Korrektes Ansetzen im yugamae, finale Positionierung im daisan, Kräfte im nobiai, hanare und zanshin.

Auch über die drei Kreuze (sanjujumonji) wurde ausführlich referiert. Körperteile, die aufeinander gestapelt werden, „schwebende Körper“, „laufende Motoren“, natürliche Körperhaltung, um möglichst wenig Muskeln einsetzen zu müssen und ein entsprechendes Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln, waren wichtige Impulse, die vermittelt wurden.

Hierzu wurden in 2er- und 3er-Gruppen kreative Übungen durchgeführt, um die Theorie gleich am eigenen Körper ausprobieren zu können. Die neuen Erkenntnisse konnten dann beim Schießen und im sharei-Training zum Einsatz kommen.

Bei den Zeremonien lag der Fokus auf hitotsu mato sharei. Zunächst wurde das von Shige, Marco und dem höchstgraduierten Teilnehmer demonstriert. Anschließend wurde das von den Teilnehmenden schrittweise unter Anleitung von Marco geübt. Erst die Bewegungen an der sadamenoza, dann der Weg zur honza und schließlich der Ablauf zwischen den Schüssen. Zum Abschluss wurde dann der gesamte Ablauf inkl. Schießen durchgeführt, und das von drei Gruppen parallel.

Gleichzeitig kümmerte sich Shige um die „Jüngeren“. Hier standen kihontai-Übungen genauso auf dem Programm, wie Bewegungs-Atmungs-Koordination und Schießtechnik.

In der abschließenden Feedback-Runde gab es von den Teilnehmenden durchwegs positive Rückmeldungen. Aber auch die ein oder andere Verbesserungsmöglichkeit wurde kommuniziert und dankbar aufgenommen. Nach zwei intensiven Tagen fuhren die Teilnehmenden mit vielen Neuigkeiten und auch der ein oder anderen Hausaufgabe motiviert nach Hause.

Der Einstand des Trainer-Duos Marco und Shige lässt auf weitere abwechslungsreiche shomen-Lehrgänge hoffen. Vielen Dank für Euer Engagement. Wir freuen uns auf das nächste Mal.

Ein dickes Dankeschön geht auch an die vielen Helfer vom Donau-Dojo Ingolstadt, die das Drumherum hervorragend organisierten und ein leckeres und umfangreiches Buffet zauberten.

Stefan Brendel

Prüfungslehrgang in Pöcking bis einschließlich 4. Kyū

Lange hatte es gedauert, doch am 13. September war es endlich wieder so weit: Das Kurenai Dōjō des SC Pöcking-Possenhofen durfte einen Prüfungslehrgang ausrichten. Trotz eher trüber Wettervorhersage zeigte sich der Tag von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen schießt es sich einfach besser in einem Freiluftdōjō.

Als Prüfer stand Michael Perschke, 3. Dan, vom SVO Germeringen e.V. kompetent und mit großer Expertise zur Verfügung.

Der Lehrgang begann mit einem Vorschießen vor dem Prüfer. Im Anschluss gab es ausführliche und hilfreiche Korrekturen, insbesondere mit Schwerpunkt auf der Bewegungsrichtung im Hikiwake. Auch der korrekte Abstand der Füße beim Ashibumi wurde thematisiert. Die Prüflinge versuchten dann im weiteren Verlauf, unter den Augen von Michael die Korrekturen umzusetzen.

Nach der praktischen Einheit folgte der Theorieteil, der sich vor allem mit der Sicherheitsordnung befasste. Besonders hervorgehoben wurden dabei sicherheitsrelevante Aspekte bei der Ausrüstung sowie das korrekte Verhalten beim Holen der Pfeile. Auch die Hassetsu wurden gemeinsam durchgesprochen. Nebenbei konnten sich die Teilnehmenden bei Kaffee und frischen Nussschnecken stärken.

Anschließend durften die Prüflinge noch einige Pfeile zum Aufwärmen schießen, bevor es in die eigentliche Prüfung ging. Alle angetretenen Prüflinge bestanden und konnten sich über ihre neue Graduierung freuen.

Zum Abschluss gab es noch eine besondere Gelegenheit: Wer wollte, durfte seine ersten Pfeile auf das Mato und die volle Distanz schießen – ein schöner Moment, der den Tag abrundete.

Ein herzlicher Dank geht an Michael Perschke für seine engagierte und aufmerksame Leitung des Lehrgangs sowie an alle Helferinnen, Helfer und Organisatoren.

Max Griesmann

Schulübergreifendes Sommerseminar in Neuburg

Bereits zum dritten Mal in Folge durften wir Laurence Oriou (Kyoshi Rokudan) als Lehrerin für das schulübergreifende Sommerseminar begrüßen. Als Vertreter der Heki-Ryū Insai Ha war in diesem Jahr Sven Zimmermann (Renshi Rokudan) mit dabei.

Das Seminar war nicht nur schulübergreifend, sondern auch graduierungs- und geschlechterübergreifend. So übten Teilnehmende vom 2. Kyū bis zum 6. Dan gemeinsam Mochi Mato Sharei, und auch Männer wagten sich an das Tasuki Sabaki.

In konzentrierter, zugleich angenehm entspannter Atmosphäre wurden drei Tage lang vielfältige Inhalte vermittelt – sowohl in Theorie als auch in Praxis. Die vorab eingereichten Fragen der Teilnehmenden wurden in ausführlichen Frage/Antwort-Einheiten umfassend beantwortet. Dabei spannte sich der thematische Bogen von der idealen Form des Bogengriffs über die Eigenschaften geeigneter Pfeile bis hin zu Methoden des Anfängertrainings sowie Aspekten der mentalen Vorbereitung auf Wettkämpfe und Prüfungen. Auch kreative Unterrichtsansätze wurden vorgestellt, die sicher bald in dem ein oder anderen Dōjō Einzug halten werden.

Dank der jahrzehntelangen Erfahrung beider Lehrenden und ihrer Bereitschaft, Wissen offen und großzügig zu teilen, nahmen alle Teilnehmenden ein reiches Paket an Erkenntnissen und Aufgaben mit nach Hause.

Auch die Praxis kam nicht zu kurz. Einer der Schwerpunkte lag auf Kihontai: korrekte Bewegungen im Raum, die Koordination innerhalb des Tachi und die Harmonie in der Gruppe standen besonders im Fokus. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden wertvolle Impulse zur Verbesserung ihrer individuellen Schießtechnik.

Die drei Tage in Neuburg boten reichlich Gelegenheit, das Gelernte umzusetzen und zu vertiefen. Das Seminar war erneut ein Höhepunkt im Kyūdō-Jahr. Die Begeisterung und Leidenschaft von Laurence und Sven übertrugen sich spürbar auf alle Anwesenden – ein herzliches Dankeschön für diese intensiven und inspirierenden Tage!

Unser Dank gilt natürlich auch dem Neuburger Organisationsteam, allen voran Ingrid und Max, die mit viel Engagement für hervorragende Rahmenbedingungen und köstliche Verpflegung sorgten.

Stefan Brendel

IKyF-Seminare und Dan-Prüfungen in Maggingen

Zum erstem Mal seit 2019 entsandte die ANKF/IKyF wieder eine Delegation von hochrangigen Lehrern nach Europa, um dort ein internationales Kyudo-Seminar abzuhalten. Dementsprechend groß war die Nachfrage. Aufgeteilt in drei Seminare, die jeweils über drei volle Tage liefen, wurden ca. 630 Teilnehmer aus 26 Nationen ein Stück auf dem Wege des Bogens begleitet.

Ausrichter war der Schweizer Kyudo-Verband, der im nationalen Sportzentrum Magglingen hoch über dem Bieler See hervorragende Rahmenbedingungen für die Seminare zur Verfügung stellte. Auf dem Gelände konnte eine große Halle mit 3 shajo sowie eine kleinere Halle mit 2 weiteren shajo genutzt werden. Die Unterkünfte waren in Laufweite (auch wenn zwischen Hotel und Dojo ein paar Höhenmeter zu überwinden waren) und eine hervorragende Kantine versorgte die Teilnehmenden mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Und in der Bar konnte man sich am Abend mit neuen sowie alten Kyudo-Freunden austauschen und den Tag entspannt ausklingen lassen.

Folgende japanische Sensei waren unermüdlich im Einsatz:

  • Toba Hisayuki, hashi hachidan
  • Satake Akemi, hashi hachidan
  • Sato Shosen, hashi hachidan
  • Osumi Masanari, kyoshi hachidan

Begleitet wurden die Lehrer von Usami Yoshimitsu und Goka Tomotsugu.

Unterstützt wurden sie von den europäischen kyoshi Tryggvi Sigurdsson, Ray Dolphin, Feliks Hoff, Laurence und Charles-Louis Oriou, Gerald Zimmermann und Diethard Leopold.

Bei den ersten beiden Seminaren herrschten noch hochsommerliche Temperaturen von über 30°C. Da kam man schon ohne zu schießen leicht ins Schwitzen. Mit dem dritten Seminar kam dann Regen und die erhoffte Abkühlung.

Das Konzept der Seminare war ganz anders, als in den vergangen Jahren. So wurde dieses Mal relativ viel geschossen und man bekam mehrfach individuelle Korrekturen für seine Schießtechnik. Es gab die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Diese konnten über ein Online-Formular eingereicht werden. Ja, die Digitalisierung ist auch bei der IKyF angekommen. Zum Abschluss des Seminars konnte jeder an einer Online-Umfrage zur Bewertung der Veranstaltung teilnehmen.

Kleiner Höhepunkt des A-Seminars war der Besuch des Japanischen Botschafters. Neben kurzen Ansprachen durch Gerald Zimmermann (Präsident der EKF und des Schweizer Verbandes) und den Botschafter gab es eine Kyudo-Demonstration. Zwei hitosu mato sharei wurden parallel vorgeführt. Schützen war die japanischen Sensei, unterstützt von hochgraduierten Teilnehmern des A-Seminars.

Im Anschluss an jedes Seminar fanden dann für die jeweiligen Graduierungen noch Dan-Prüfungen statt. Von den 15 bayerischen Startern haben Florentin Hofmeister (shodan), Norbert Vokal (shodan) und Uwe Wunder (sandan) ihre Prüfung bestanden. Herzlichen Glückwunsch!

Ein dickes Dankeschön geht an den Schweizer Verband und all die Helfer. Die Teilnehmer wurden herzlich empfangen, geduldig wurden alle organisatorischen Fragen beantwortet, die Dojos wurden aufgebaut und gepflegt, täglich gab es frische mato, Übersetzer standen zur Verfügung, es gab klare Ansagen für den Ablauf, …

Eine tiefe Verbeugung vor der Leistung dieses Verbands, der noch nicht mal 170 Mitglieder zählt.

Stefan Brendel

Prüfungslehrgang in Neuburg an der Donau

Traditionell findet Ende Juni in Neuburg an der Donau ein Landeslehrgang mit Prüfung bis einschließlich 1. Kyu statt. So lud der Kyudo Verband Bayern auch dieses Jahr in die Renaissancestadt in Oberbayern ein.


Teilnehmer aus München, Schweitenkirchen, Pöcking, Weilheim, Erlangen, Stuttgart, Freiburg, Karlsruhe, Frankfurt und Bottrop folgten der Einladung. Als Lehrer und Prüfer waren wieder Ingrid Haußner aus Neuburg sowie Lilo Reinhardt aus München im Einsatz. Die beiden arbeiten schon seit über 20 Jahren zusammen. Das würdigte Ingrid am Ende des Lehrgangs mit einem Fotobuch, das Erinnerungen an das lange andauernde Miteinander enthielt. Unterstützt wurden die beiden nun auch schon zum 3. Mal von Marcus Kleint aus Freiburg. Als Prüfungsbeisitzer waren Susanne Huber und 
Stefan Heinrich (beide aus München) am Start. Sie übernahmen aber auch während des Lehrgang unterschiedliche Aufgaben.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des KyuVB und die Vorstellung aller Lehrenden wurden erst von den Lehrern, dann von den Teilnehmenden je 2 Pfeile vorgeschossen. Anschließend ging es in 3 Gruppen daran, den Prüflingen Verbesserungsmöglichkeiten an der Schießtechnik aufzuzeigen und diese umzusetzen. Draußen stieg das Thermometer auf über 30°C. Langsam aber sicher drang die Hitze auch in die Halle am Parkbad ein. Deshalb wurde der erste Lehrgangstag schon etwas früher beendet. Der Tag klang beim gemeinsamen Biergartenbesuch aus. Den ein oder anderen Teilnehmer traf man auf dem Nachhauseweg noch mit einer Eistüte in der Hand an.

So richtig abgekühlt hat es über Nacht leider nicht wirklich. Deshalb ging es am Sonntag nach kurzem Einschießen direkt mit der praktischen Prüfung los. Unter dem aufmerksamen Blick der Prüfer und Beisitzer zeigten die Teilnehmer ihr Können. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse zeigte sich dann, dass bei drei Kyudoka die gezeigte Leistung noch nicht für die nächste Graduierung reicht. Allen anderen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! Lilo lud alle Teilnehmer ein, weiterhin auf 
Kyudo-Entdeckungsreise zu gehen.

In Theorie und Praxis wurde sich mit dem Verhalten im Falle eines Shitsu auseinandergesetzt, insbesondere, wenn der Pfeil herunterfällt. In einem kleinen Vortrag wurde auf die 3 und 5 Kreuze eingegangen und die Unterschiede aber vor allem die Gemeinsamkeiten bei Heki ryu insai ha und ANKF Shomen erarbeitet.

Vielen Dank an die Lehrer und Prüfer für ihr Engagement an diesem schweißtreibenden Wochenende. Und ein herzliches Dankeschön an den Judo-Club Neuburg für die Gastfreundschaft.

Stefan Brendel

Landeslehrgang für Unterrichtende

Nach längerer Pause fand wieder ein Treffen der bayerischen Unterrichtenden statt. Eingeladen waren nicht nur lizenzierte Trainerinnen und Trainer, sondern auch Personen, die sich derzeit in der Trainerausbildung befinden oder ohne Lizenz aktiv in den Vereinen unterrichten.

Die bayerischen Landestrainer luden zu dieser Veranstaltung in die Räumlichkeiten des TSV München-Ost ein. Insgesamt kamen 13 Teilnehmende aus fünf Vereinen zusammen.

Das Treffen war nicht als klassische Lehrveranstaltung konzipiert, sondern legte den Schwerpunkt auf den offenen Austausch unter den Anwesenden. Diskutiert wurden unter anderem die Prüfungsform am Makiwara, die Gestaltung von Anfängerlehrgängen und Schnupperkursen sowie grundlegende Prinzipien des Korrigierens. Auch das gemeinsame Schießen kam nicht zu kurz.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für die lebendigen Diskussionen und die offenen Gespräche auf Augenhöhe – eine Fortsetzung ist geplant.

Ein besonderer Dank gilt dem TSV München-Ost für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.

Text: Stefan Brendel, Bilder: Rudolf Stöppler