Archiv der Kategorie: Lehrgänge

Nationalkadertraining – Regionalkader Süd in Pöcking

Zum kalendarischen Frühlingsanfang traf sich die Regionalgruppe Süd des DKyuB-Kaders zum gemeinsamen Training. Da an diesem Wochenende sowohl in Baden-Württemberg als auch in Hessen die Landesmeisterschaften stattfanden, war die Zahl der teilnehmenden Kader-Mitglieder recht überschaubar. Somit hatten ein paar Gäste die Möglichkeit, an dem Training teilzunehmen.

Der Lehrgang fand in Pöcking am Starnberger See statt. Das dortige Dojo bot optimale Trainingsmöglichkeiten für die kleine Gruppe. Als Lehrerin war Ingrid Haußner im Einsatz. Sie bediente sich großzügig am Methoden-Buffet. So gab es eine Theorie-Einheit zu Torikake und Hanare mit Schaubildern und anschließender Partnerübung. Es gab kleine Mannschafts- und Einzelwettkämpfe in Kyogi-maai und Shinsa-maai. Auch stand die Video-Analyse wieder auf dem Programm. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln wurden die Kadermitglieder gefilmt. Anschließend wurden die Aufnahmen gemeinsam analysiert und jedes Kadermitglied erhielt individuelle Hinweise zu Schießtechnik und Taihai. Zum Anschluss gab es noch einen Enkin-Wettkampf auf das Neujahrs-Mato des gastgebenden Vereins.

Am Samstag und auch am Sonntag früh war es draußen noch recht kühl. So zeigte das Thermometer zum Trainingsbeginn am Sonntag im Dojo eine Temperatur von 7°C an. Im Laufe des Vormittags setzte sich jedoch die Sonne durch und bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel wärmte sich das Dojo auf angenehme Umgebungsbedingungen auf.

In den Pausen wurden die Teilnehmenden im beheizten Teeraum mit allerlei Leckereien versorgt. Vielen Dank an die Mitglieder des Kurenai-Dojo im SC Pöcking-Possenhofen e.V. für die Gastfreundschaft. Wir kommen gerne wieder.

Dank geht natürlich auch an Ingrid, die mit viel Erfahrung und Geduld jedem Teilnehmer wieder ein Stück weiter half.

Stefan Brendel

Danprüfungsvorbereitungslehrgang in Ingolstadt

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Mitte April finden in Frankfurt/Main Prüfungen zum 3. bis 6. Dan und Renshi statt. Daran werden ca. 200 Schützinnen und Schützen aus Deutschland teilnehmen. Für eine optimale Vorbereitung gibt es derzeit viele Seminare. So fand vergangenes Wochenende ein Bundeslehrgang im oberbayerischen Ingolstadt statt. Aufgrund des großen Interesses war ein paar Tage, nachdem die Ausschreibung verteilt wurde, die maximale Teilnehmerzahl bereits erreicht. So wurde nach Rücksprache mit den Lehrern Ingrid Haußner und Marco Zingsheim die Teilnehmerzahl auf 30 erhöht und der Beginn des Lehrgangs am Samstag um eine Stunde vorverlegt.

Das Teilnehmerfeld war breit gefächert. Von Anwärtern zum 3. Dan, die ihre bisherigen Prüfungen im Rahmen der Video-Shinsa gemacht haben, bis hin zu Kandidaten für den Renshi.

Die Praxis stand an diesem Wochenende klar im Vordergrund. So wurden nahezu ausschließlich im Taihai geübt. Kontinuierlich gab es Rückmeldung von Ingrid und Marco zu Kihontai. Und auch individuelle Korrekturen zur Schießtechnik kamen nicht zur kurz. Während die Renshi-Anwärter mochi mato sharei übten, setzten sich die anderen Teilnehmer mit Shitsu auseinander. Über die zwei Tage war bei allen Teilnehmern eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Die Bewegungen im Taihai wurden sicherer und harmonischer und die Qualität der Schüsse näherte sich den geforderten Prüfungskriterien. Dank der motivierenden Unterstützung durch Ingrid und Marco haben alle Teilnehmer von dem Wochenende sehr profitiert. Es ist klar, dass es innerhalb von 5 Wochen nicht möglich ist, die erhaltenen Korrekturen komplett umzusetzen. Jedoch wurde klar aufgezeigt, an welchen Schwerpunkten bis dahin noch zu arbeiten ist. Final wünschten die Lehrer viel Erfolg bei der Prüfung. Augenzwinkernd 
ergänzte Horst vom ausrichtenden Verein, dass bei Nichtbestehen der Prüfung, die Teilnahmegebühr für das Seminar nicht erstattet wird.

Herzlichen Dank an Ingrid und Marco für das kontinuierliche Engagement. Und ein dickes Dankeschön geht auch an die Helfer vom Donau-Dojo Ingolstadt, die für angenehme Rahmenbedingungen und ein abwechslungsreiches Buffet sorgten.

Text: Stefan Brendel
Bilder: Stefan Brendel, Ingrid Haußner

Prüfungslehrgang in Erlangen

Ursprünglich war der Lehrgang für das Wochenende 31. Januar/1.Februar geplant. Allerdings gab es in der Woche zuvor heftige Schneefälle in Erlangen. Aufgrund der enormen Schneelast auf dem Dach unserer Turnhalle wurde diese für den Sportbetrieb gesperrt. Glücklicherweise konnte kurzfristig ein Ersatztermin gefunden werden, an dem die Trainer und Prüfer Zeit hatten und auch die Halle zur Verfügung stand. Und ein Großteil der Teilnehmer hatte auch die Möglichkeit, sich für den Ersatztermin Zeit zu nehmen. Mit 26 Anmeldungen war der Lehrgang wieder ausgebucht.

An dem Lehrgang nahmen interessanterweise sehr viele Anwärter zum 5. und 4. Kyu teil, auch aus weiter entfernten Vereinen. So stellten wir 4 Makiwara auf, beschränkten uns auf 5 Mato.

Als Trainer waren wieder Ingrid Haußner, Andreas Naumann und Stefan Brendel im Einsatz. Unterstützung bekamen sie von den Trainer-Anwärtern Stephan und Mario. Gestartet wurde am Samstag mit einer Demonstration der Lehrenden. Schließlich sollte man als Trainer immer mit gutem Beispiel vorangehen. Anschließend zeigten die Teilnehmenden, auf welchem Stand sie aktuell sind.

Zielgruppenspezifisch wurden zwei unterschiedliche Vorträge vorbereitet. Für die Mato-Schützen gab es von Andreas ausführliche Informationen über den Themenkomplex „Kihontai“. Direkt im Anschluss wurde das Erlernte in unterschiedlichen Übungen in die Praxis umgesetzt. Ingrid informierte die Makiwara-Schützen über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Shamen und Shomen.

Der restliche Tag wurde intensiv genutzt. Vor dem Mato wurde ausschließlich im Taihai geübt. Wo notwendig, gab es Rückmeldung zur Schießtechnik und den Bewegungen in der Gruppe. Auch vor dem Makiwara wurde fleißig trainiert. Da haben sich alle die Pizza oder Pasta beim gemeinsamen Abendessen redlich verdient.

Um keine kostbare Trainingszeit für das Schreiben und Lesen der schriftlichen Prüfung der Anwärter zum 1. Kyu zu verlieren, wurden die Fragen vorab an die Kandidaten geschickt und die Antworten konnten von den Prüfern vor dem Lehrgang in Ruhe durchgeschaut werden. Dieses Vorgehen ist seit einigen Jahren bei den Dan-Prüfungen bewährte Praxis.

Der Sonntag begann würdevoll mit einem Yawatashi, präsentiert von Stefan (ite), Andreas (dai ichi kaizoe) und Ingrid (dai ni kaizoe). Nach einer Einheit zum Thema „Shitsu“ gab es noch eine Generalprobe, bevor dann die Prüfung startete.

Auch wenn dem ein oder anderen Schützen die Nervosität anzusehen war, sorgte die freundlich konstruktive Stimmung, die während des ganzen Wochenendes herrschte, für viele neue Graduierungen. So gab es 4x den 5. Kyu, 9x den 4. Kyu, 2x den 3. Kyu, 2x den 2. Kyu und 6x den 1. Kyu. Herzlichen Glückwunsch.

Die Gastgeber sorgten wieder für einen reibungslosen Ablauf und füllten das Buffet üppig mit herzhaften und süßen Speisen. Vielen Dank dafür.

Text: Stefan Brendel
Bilder: Stefan Brendel, Rüdiger Ahrenhöfer

Dan-Urkunden Video-Shinsa 2024

Bis die Dan-Urkunden nach bestandener Prüfung in Japan erstellt und nach Europa geschickt werden, können schon mal ein paar Monate vergehen. Und bis die Urkunden dann in den Vereinen bei den jeweiligen neu Graduierten ankommen, vergeht dann nochmal etwas Zeit. Jetzt sind aber alle Urkunden der Video-Shinsa 2024 verteilt. Nochmal herzlichen Glückwunsch.

Stefan Brendel

Video-Shinsa 2025

Nachdem für dieses Jahr Seminare und Prüfungen auch für Anwärter zum 1. und 2. Dan in Magglingen angeboten wurden, gingen wir davon aus, dass die Video-Shinsa der Vergangenheit angehört.  Völlig überraschend erreichte uns dann aber Anfang Juni die Ausschreibung für die Video-Shinsa 2025. Diese Gelegenheit nutzten wieder einige bayerische Kyudoka, um einen weiteren Schritt auf ihrem Weg des Bogens zu gehen. Im September wurden die Videos in den Vereinen aufgezeichnet und zusammen mit den Antworten zur schriftlichen Prüfung über den DKyuB nach Japan übermittelt. Dort wurde alles gesichtet. Nun kamen die Ergebnisse: Alle Teilnehmer haben bestanden. Wir gratulieren herzlich zu den neuen Graduierungen:

1. Dan:

Maria Kick, Erlangen
Susanne Richter, Erlangen
Max Griesmann, Pöcking
Wolfgang Schenk, Pöcking
Wolf Jaenecke, München-Ost
José Daniel Vila Rodríguez, München-Ost

2. Dan:

Fabian Schmitt, Erlangen
Roland Schöffel, Schweitenkirchen

Text: Stefan Brendel
Bilder: Stefan Brendel/Rudolf Stöppler

Prüfungssonntag in Erlangen

Die Abteilung Kyudo des Turnerbundes 1888 Erlangen lud am 2. Advent im Rahmen des normalen Sonntagstrainings zur Makiwara-Prüfung ein. Sechs Schützen aus Schweitenkirchen und Erlangen nutzen die Gelegenheit und stellten sich der Prüfung. Als Prüfer war Stefan Brendel aus Erlangen im Einsatz.
Alle Kandidaten haben bestanden. Somit gibt es jetzt 4 neue 5. Kyu und 2 neue 4. Kyu. Herzlichen Glückwunsch.

Stefan Brendel

Ausbildung Trainer C in Erlangen

Vergangenes Wochenende war die Trainer/in-C-Breitensport-(Kyudo)-Ausbildung zu Gast in Erlangen. Mit dem fünften Praxisseminar ist damit bereits die Halbzeit der Ausbildung erreicht. Alle 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Süd/West-Gruppe konnten den Termin wahrnehmen. Als Ausbilder waren die A- und B-Trainer Sven Zimmermann, Ingrid Haußner, Jürgen Salomon und Marco Zingsheim im Einsatz, die erneut ein vielfältiges Programm zusammengestellt hatten.

Schwerpunkt des Wochenendes war der Übergang vom 4. auf den 3. Kyu. Zunächst wurden Kriterien gesammelt, die diese beiden Graduierungen voneinander unterscheiden. Anschließend folgte ein Vortrag von Ingrid, in dem sie insbesondere auf die Arbeit im nobiai, Dynamik sowie tai no warikomi/munewari einging. Nach einer von zwei Teilnehmenden geleiteten Aufwärmrunde begann der praktische Teil.

Die Probanden aus Erlangen schossen vor und wurden von den Traineranwärterinnen und -anwärtern aufmerksam beobachtet. In Kleingruppen wurde im Anschluss festgelegt, welcher Korrekturschwerpunkt gewählt und wie dieser vermittelt werden sollte. Unter Supervision der A- und B-Trainer wurden diese Ansätze direkt an den Probanden umgesetzt. Durch regelmäßiges Wechseln der Gruppen erhielten die Schützinnen und Schützen im Laufe des Nachmittags eine Vielzahl an hilfreichen Hinweisen.

Erstmals in der aktuellen Ausbildung standen auch Shomen-Schützen als Probanden zur Verfügung. Das stellte den ein oder anderen Trainer vor ganz neue Herausforderungen.

Zum Abschluss des Tages gab es ein hitote. Die tachi bestanden aus Probanden und Teilnehmenden. Anschließend hatten die Traineranwärter die Gelegenheit, sich gegenseitig Feedback zu ihrer Schießtechnik zu geben. Beim gemeinsamen Abendessen im Vereinsheim des Turnerbundes klang der Samstag in gemütlicher Runde aus.

Der zweite Tag begann mit dem Thema Kyudo-Kleidung. Gemeinsam wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Kleidung von Männern und Frauen herausgearbeitet, gefolgt von einer Demonstration zum korrekten Anlegen des hakama. Nach einer kurzen Gymnastikeinheit ging es mit taihai weiter. In 5er-tachi wurde vorgeschossen, während die Traineranwärter gezielte Beobachtungsaufträge erhielten. Im Anschluss gab es Hinweise zu den Bewegungen außerhalb der hassetsu.

 Im abschließenden Vortrag standen mato asobi (Zielspiele) im Mittelpunkt, von denen eines direkt ausprobiert werden konnte.

Das Wochenende bot eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis. Dabei wurde deutlich, dass noch vieles zu lernen und zu üben ist – nicht nur für die Traineranwärter.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Lehrenden, die mit viel Erfahrung und Engagement die nächste Trainergeneration ausbilden. Besonderer Dank geht an die Probanden, die geduldig eine Korrektur nach der anderen annahmen und mit ihren Rückfragen gelegentlich sogar die Trainer ins Grübeln brachten. Ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer beim Auf- und Abbau sowie insbesondere in der Küche wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen. Vielen Dank.

 Wir freuen uns darauf, Euch beim Praxisseminar Nr. 10 in einem Jahr wieder in Erlangen begrüßen zu dürfen.

Stefan Brendel

Shomen Bundeslehrgang in Ingolstadt

Der diesjährige shomen-Bundeslehrgang fand am 12./13. Oktober in Ingolstadt statt. Als Lehrer waren erstmalig Shigeyasu Kameo (Kyoshi 6. Dan) und Marco Zingsheim (5. Dan) gemeinsam im Einsatz. Einiges lief bei dieser Veranstaltung anders ab als üblich. So gab es statt eines yawatashi die Möglichkeit, sich mit 4 Pfeilen einzuschießen. Und beim hitoe gyosha starteten die Ältesten.

An beiden Tagen gab es eine bunte Mischung aus Impulsvorträgen, praktischen Übungen, sharei-Training, Frage-und-Antwort Runden sowie individuellen Korrekturen.

Bei den Vorträgen ging es vor allem um Neuigkeiten und Schwerpunkte, die dieses Jahr bei den IKyF-Seminaren in Magglingen vermittelt wurden. Eines der Themen war das tenouchi. Korrektes Ansetzen im yugamae, finale Positionierung im daisan, Kräfte im nobiai, hanare und zanshin.

Auch über die drei Kreuze (sanjujumonji) wurde ausführlich referiert. Körperteile, die aufeinander gestapelt werden, „schwebende Körper“, „laufende Motoren“, natürliche Körperhaltung, um möglichst wenig Muskeln einsetzen zu müssen und ein entsprechendes Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln, waren wichtige Impulse, die vermittelt wurden.

Hierzu wurden in 2er- und 3er-Gruppen kreative Übungen durchgeführt, um die Theorie gleich am eigenen Körper ausprobieren zu können. Die neuen Erkenntnisse konnten dann beim Schießen und im sharei-Training zum Einsatz kommen.

Bei den Zeremonien lag der Fokus auf hitotsu mato sharei. Zunächst wurde das von Shige, Marco und dem höchstgraduierten Teilnehmer demonstriert. Anschließend wurde das von den Teilnehmenden schrittweise unter Anleitung von Marco geübt. Erst die Bewegungen an der sadamenoza, dann der Weg zur honza und schließlich der Ablauf zwischen den Schüssen. Zum Abschluss wurde dann der gesamte Ablauf inkl. Schießen durchgeführt, und das von drei Gruppen parallel.

Gleichzeitig kümmerte sich Shige um die „Jüngeren“. Hier standen kihontai-Übungen genauso auf dem Programm, wie Bewegungs-Atmungs-Koordination und Schießtechnik.

In der abschließenden Feedback-Runde gab es von den Teilnehmenden durchwegs positive Rückmeldungen. Aber auch die ein oder andere Verbesserungsmöglichkeit wurde kommuniziert und dankbar aufgenommen. Nach zwei intensiven Tagen fuhren die Teilnehmenden mit vielen Neuigkeiten und auch der ein oder anderen Hausaufgabe motiviert nach Hause.

Der Einstand des Trainer-Duos Marco und Shige lässt auf weitere abwechslungsreiche shomen-Lehrgänge hoffen. Vielen Dank für Euer Engagement. Wir freuen uns auf das nächste Mal.

Ein dickes Dankeschön geht auch an die vielen Helfer vom Donau-Dojo Ingolstadt, die das Drumherum hervorragend organisierten und ein leckeres und umfangreiches Buffet zauberten.

Stefan Brendel

Prüfungslehrgang in Pöcking bis einschließlich 4. Kyū

Lange hatte es gedauert, doch am 13. September war es endlich wieder so weit: Das Kurenai Dōjō des SC Pöcking-Possenhofen durfte einen Prüfungslehrgang ausrichten. Trotz eher trüber Wettervorhersage zeigte sich der Tag von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen schießt es sich einfach besser in einem Freiluftdōjō.

Als Prüfer stand Michael Perschke, 3. Dan, vom SVO Germeringen e.V. kompetent und mit großer Expertise zur Verfügung.

Der Lehrgang begann mit einem Vorschießen vor dem Prüfer. Im Anschluss gab es ausführliche und hilfreiche Korrekturen, insbesondere mit Schwerpunkt auf der Bewegungsrichtung im Hikiwake. Auch der korrekte Abstand der Füße beim Ashibumi wurde thematisiert. Die Prüflinge versuchten dann im weiteren Verlauf, unter den Augen von Michael die Korrekturen umzusetzen.

Nach der praktischen Einheit folgte der Theorieteil, der sich vor allem mit der Sicherheitsordnung befasste. Besonders hervorgehoben wurden dabei sicherheitsrelevante Aspekte bei der Ausrüstung sowie das korrekte Verhalten beim Holen der Pfeile. Auch die Hassetsu wurden gemeinsam durchgesprochen. Nebenbei konnten sich die Teilnehmenden bei Kaffee und frischen Nussschnecken stärken.

Anschließend durften die Prüflinge noch einige Pfeile zum Aufwärmen schießen, bevor es in die eigentliche Prüfung ging. Alle angetretenen Prüflinge bestanden und konnten sich über ihre neue Graduierung freuen.

Zum Abschluss gab es noch eine besondere Gelegenheit: Wer wollte, durfte seine ersten Pfeile auf das Mato und die volle Distanz schießen – ein schöner Moment, der den Tag abrundete.

Ein herzlicher Dank geht an Michael Perschke für seine engagierte und aufmerksame Leitung des Lehrgangs sowie an alle Helferinnen, Helfer und Organisatoren.

Max Griesmann

Schulübergreifendes Sommerseminar in Neuburg

Bereits zum dritten Mal in Folge durften wir Laurence Oriou (Kyoshi Rokudan) als Lehrerin für das schulübergreifende Sommerseminar begrüßen. Als Vertreter der Heki-Ryū Insai Ha war in diesem Jahr Sven Zimmermann (Renshi Rokudan) mit dabei.

Das Seminar war nicht nur schulübergreifend, sondern auch graduierungs- und geschlechterübergreifend. So übten Teilnehmende vom 2. Kyū bis zum 6. Dan gemeinsam Mochi Mato Sharei, und auch Männer wagten sich an das Tasuki Sabaki.

In konzentrierter, zugleich angenehm entspannter Atmosphäre wurden drei Tage lang vielfältige Inhalte vermittelt – sowohl in Theorie als auch in Praxis. Die vorab eingereichten Fragen der Teilnehmenden wurden in ausführlichen Frage/Antwort-Einheiten umfassend beantwortet. Dabei spannte sich der thematische Bogen von der idealen Form des Bogengriffs über die Eigenschaften geeigneter Pfeile bis hin zu Methoden des Anfängertrainings sowie Aspekten der mentalen Vorbereitung auf Wettkämpfe und Prüfungen. Auch kreative Unterrichtsansätze wurden vorgestellt, die sicher bald in dem ein oder anderen Dōjō Einzug halten werden.

Dank der jahrzehntelangen Erfahrung beider Lehrenden und ihrer Bereitschaft, Wissen offen und großzügig zu teilen, nahmen alle Teilnehmenden ein reiches Paket an Erkenntnissen und Aufgaben mit nach Hause.

Auch die Praxis kam nicht zu kurz. Einer der Schwerpunkte lag auf Kihontai: korrekte Bewegungen im Raum, die Koordination innerhalb des Tachi und die Harmonie in der Gruppe standen besonders im Fokus. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden wertvolle Impulse zur Verbesserung ihrer individuellen Schießtechnik.

Die drei Tage in Neuburg boten reichlich Gelegenheit, das Gelernte umzusetzen und zu vertiefen. Das Seminar war erneut ein Höhepunkt im Kyūdō-Jahr. Die Begeisterung und Leidenschaft von Laurence und Sven übertrugen sich spürbar auf alle Anwesenden – ein herzliches Dankeschön für diese intensiven und inspirierenden Tage!

Unser Dank gilt natürlich auch dem Neuburger Organisationsteam, allen voran Ingrid und Max, die mit viel Engagement für hervorragende Rahmenbedingungen und köstliche Verpflegung sorgten.

Stefan Brendel